#Windows8

Ich habe ein Review zu schreiben. Zum einen natürlich aus meinem ganz eigenen Mitteilungs- und Geltungsbedürfnis heraus und zum anderen, weil ich ganz plump dafür bezahlt wurde – und zwar mit dem zu rezensierenden Ding.

Am 26. Oktober hat Microsoft sein neues Windows 8 Betriebssystem für die Allgemeinheit zum Erwerb bereitgestellt. Und zwar – in einem geschickten Marketingschachzug – zu anfänglich relativ niedrigen Preisen. So war es zum Beispiel möglich, seinen Rechner für nur knapp 15 Euro von Windows 7 auf Windows 8 upgraden zu lassen, sofern man ihn nach dem 01. Juni 2012 gekauft hatte. Glücklicherweise habe ich meinen am 02. Juni gekauft…

Nun gab es für mich eigentlich keinen wirklich rationalen Grund, auf ein neues Betriebssystem umzusteigen. Das alte war nicht wirklich alt und tat seinen Dienst einwandfrei. Aber ich bin halt neugierig und wollte mal sehen, worum Microsoft in der letzten Zeit nun so ein riesiges Trara gemacht hat und natürlich auch, was es mit dieser früher Metro (und heute Windows 8 Modern UI) genannten Oberfläche auf sich hat. Die Installation bzw. das Upgrade von Windows 7 auf seinen Nachfolger funktionierte einwandfrei. Ich hatte erst ein wenig Bammel um meine Daten, aber es war nach dem ersten Start des neuen Betriebssystem immer noch alles an Ort und Stelle.

Das Auffälligste ist in der Tat die neue Oberfläche mit den schon von Windows Phone 7 bekannten Kacheln. Zumindest waren sie mir als Teil der winzigen Minderheit, die dieses Handy-OS benutzt, schon bekannt. Und genau wie auf dem Handy finde ich sie auch auf dem Desktop ziemlich schick. Nach mittlerweile mehrwöchigem Alltagsgebrauch finde ich auch nicht, dass man unbedingt ein Touchscreen braucht, um dieses Interface sinnvoll benutzen zu können. Das geht genauso gut mit der klassischen Maus oder der Tastatur und dann sogar ganz ohne blöde Fettfingerabdrücke auf dem Display. Die wenigen wirklich neuen Maus-Funktions-Bewegungen (hauptsächlich das Bewegen zu den Bildschirmrändern um Kontext-Menüs oder Fensterwechlser aufzurufen) hat man im Handstreich erlernt.

Auch die Integration mit meinem Handy und dem daher bei mir schon ziemlich lange vorhandenen und bisher kaum sinnvoll genutzten Windows-Live-Account klappte wunderbar. Endlich habe ich meine Handykontakte, die Kalenderdaten und die OneNote-Notizen auch auf meinem Rechner. Das hatte ich vorher nicht oder nur sehr umständlich. Zugegeben hatte ich mich aber auch nie wirklich darum bemüht – hier passierte das halt automatisch alles mit und ich mag es. Es gibt auch ähnlich wie bei Apple und wie von Mobilgeräten gewohnt einen App-Store, aus dem man sich Programme für den Rechner herunterladen kann und vorhandene aktualisiert werden.

Leider ist aber nicht alles nur schicke neue Oberfläche. Der „gute, alte Desktop“ ist nämlich auch noch vorhanden. Zum Aufrufen klickt man nun einfach auf die Desktop-Kachel: und da ist er, mit Verknüpfungen und Papierkorb und allem. Nur das „Start“-Menü fehlt, aber das habe ich ohnehin fast nur noch beim Ausschalten des Rechners benutzt. Und so sehr der Desktop auch noch die Brücke zu vorherigen Windows-Versionen zu schlagen versucht und den Umstieg vielleicht erleichtert: Er ist vollkommen überflüssig. Durch ihn bekommt man das Gefühl, ein ganz normales Windows wie schon jahrelang vorher auch zu benutzen – auf das halt noch eine fancy aussehende Schnulli-Oberfläche draufgeflanscht wurde. Das ist nichts halbes und nichts ganzes. Das Gefühl verstärkt sich noch durch den halbgaren Eindruck, den einige der bereits an die Modern UI angepasste Apps hinterlassen. Beispielsweise die Skype-App. Man kann das Programm in zwei Versionen auf seinem Rechner benutzen – als herkömmliche Desktop-Variante und als Modern UI-Variante. Erstere kennt man, sie bietet den vollen Funktionsumfang, alles ist prima (naja, so prima Skype halt ist). Aber sie läuft nur auf dem Desktop. Die andere ist schick und fügt sich schön ins moderne Gesamtbild ein – aber es war uns nicht möglich, darüber eine Datei zu verschicken. Entweder ist der Menüpunkt zu gut vor uns versteckt gewesen, oder es gibt ihn einfach nicht.

Ähnlich verhält es sich mit Browsern. Es gibt weder eine Firefox- noch eine Chrome-App, die an das neue Design angepasst sind. Beide laufen als ganz normale Desktop-Fenster. Selbst der Internet Explorer von Microsoft(!) (Aber den verwendet ja sowieso keiner). Das soll sich zwar bald ändern, und es lassen sich zumindest vom Firefox bereits entsprechende Beta-Versionen herunterladen, aber ich hätte es halt auch gerne jetzt schon gehabt, und nicht erst irgendwann. Und so mangelt es dem ganzen Unternehmen „Windows 8“ für meinen Geschmack etwas zu sehr an Konsequenz. Sollte Apples Mac- oder iOS als Vorbild gedient haben, hätte man mal etwas genauer hinschauen sollen und darauf achten müssen, dass das Ganze etwas mehr wie aus einem Guss wirkt und nicht so aufgesetzt. In seinem jetzigen Stadium erinnert es mich sehr an die halbgaren Versuche der frühen Ubuntu Unity-Oberfläche. Aber vielleicht wird das ja alles noch besser, wenn es dann mehr native Modern UI-Apps gibt und man auf den eigentlich gar nicht mehr benötigten Desktop endgültig verzichten kann. Oder man eben auf die Modern UI verzichtet und wieder beim Desktop landet. So wie jetzt scheint es auf jeden Fall wie nichts halbes und nichts ganzes. Das ist zumindest mein Gefühl im täglichen Umgang damit.

Es sollte trotzdem mal gesagt werden, dass man damit prima arbeiten kann. Es ist schick und gut zu bedienen, benutzerfreundlich und bootet auch akzeptabel schnell. Es ist also kein Griff ins Klo, wenn man es hat. Es müsste aber wohl noch ein bisschen reifen. Und bis das soweit ist, kann man auch bei Windows 7 bleiben. Oder MacOS oder Linux oder OpenBSD oder was auch immer man gerne hätte.

 

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Podcasten für Dummies

Als Chris – und auf sein gutes Zureden hin auch ich – vor einiger Zeit beschlossen, uns nach Jahren passiven Podcast-Konsums nun auch selbst unter die aktiven Podcast-Autoren zu wagen, hatten wir beide keinerlei Ahnung, wie das eigentlich funktionieren sollte. An diesem Zustand hat sich bis heute nur wenig geändert. Trotzdem haben wir es immerhin geschafft, eine rumpelige Pilotfolge aufzunehmen, zu publizieren und seit neuestem auch einen entsprechenden RSS-Feed einzurichten. Und da ich dafür über das ganze Internet versteute Informationen und How-Tos zusammensuchen musste, möchte ich den ganzen Ablauf hier noch mal zentral zusammenfassen. Vielleicht hilft es ja irgendwem. In jedem Fall hilft es mir, Ordnung in meinen Kopf zu schaffen. Ich habe übrigens keine Ahnung, ob ich das so gemacht habe, wie man das normalerweise macht oder ob ich völligen Schwachsinn fabrizierte – der allerdings trotzdem irgendwie funktioniert. Ich übernehme also keine Garantien für irgendwas.

1. Idee

Im Anfang war das Wort die Idee. Ich nehme an es ist ratsam, zumindest eine grobe Vorstellung von dem zu haben, was man eigentlich machen möchte. Bei uns war es ein Podcast über Filme, der nicht vor möglichen Spoilern halt macht. Das tolle an Podcasts ist aber, dass man abhängig von den eigenen Ansprüchen eigentlich machen kann, was man möchte. Zielgruppen, Reichweite, Einschaltquote und ähnlicher Kram spielen im Grunde keine Rolle, da das in unserem Fall ein reines Privatvergnügen ist, wir damit nichts verdienen (im Gegenteil) oder sonst irgend welchen fremden Ansprüchen genügen müssen. Will man aber eine möglichst große Anzahl an Zuhörern erringen – ein Punkt, der mir persönlich derzeit vollkommen egal ist – sollte sich das Ganze vielleicht nicht all zu experimentell für Kopf und Ohren anfühlen.

2. Webspace

Wir hatten also unsere Idee. Als nächstes habe ich mich um eine Internet-Domain bemüht, weil alle mir bekannten Podcasts auch welche haben. Doch wo kriegt man die her? Um sich eine Domain zu sichern, sagt man im Normalfall einem Webhosting-Unternehmen, welche man gerne hätte und die kümmern sich dann um alles weitere. Um einen guten Webhoster zu finden, habe ich mit Hilfe von Denic geguckt, welcher denn so von anderen Podcastern benutzt wird. Der Gewinner war Host Europe. Die haben scheinbar ganz günstige Preise und vor allen Dingen einen sehr guten Support. Ich habe mich dort durch unendlich viele FAQs gekämpft, die alle sehr hilfreich waren. Ich kann sie also durchaus empfehlen. Die viel wichtiger Frage war aber, welche Domain ich überhaupt einrichten sollte. Wie sollte also unser Podcast-Imperium heißen? Wir entschieden uns für Flachbereich.de, was sich einerseits aus den ersten beiden Buchstaben unserer Vornamen – Flo und Chris – mit einem dazwischenstehenden „a“ für „and“ zusammensetzt und andererseits ähnlich wie Fachbereich klingt. Das betont unsere akademische Superprofessionalität und lässt auch Spielraum für verschiedene Podcast-Themen, sollten wir denn welche finden. Also beispielsweise sind wir momentam im Flachbereich Film, aber vielleicht reden wir ja irgendwann auch über Spiele oder Serien oder Bücher oder Frauen oder Chemie. Wir haben uns übrigens für „FLo And CHris“ entschieden, weil die gleiche Zusammensetzung mit dem deutschen „und“ irgendwie weit weniger positive Assoziationen zugelassen hätte…

Ich habe zuerst nur die nackte Domain gesichert, weil das preislich am günstigsten war. Im Prinzip war es aber Quatsch, da ich ohnehin vorhatte, früher oder später dort ein eigenes WordPress zum Zwecke der Podcast-Publikation aufzusetzen. Deshalb würde ich nun empfehlen, sich gleich ein entsprechendes Webhosting-Paket herauszusuchen und das zu buchen. Wichtig ist nur, dass es die Voraussetzungen erfüllt, die eine eigene WordPress-Installation verlangt. Für uns habe ich das mittlerweile natürlich auch gemacht und das WebPack4.0 L genommen. Damit lief und läuft bisher alles einwandfrei und man hat mit 10GB Webspace auch genug Speicher für einige Podcast-Folgen auf dem Server.

3. Aufnahme

Zur eigentlichen und optimalen Aufnahmetechnik kann ich nicht viel sagen, weil ich davon selbst keine Ahnung habe. Aber es gibt beispielsweise diese *.pdf-Datei von Podcast-Gott Tim Pritlove, in der relativ viel zu Mikrophonen, Mischpulten und was weiß ich allem steht. Wer lieber Podcasts hört als zu lesen, der kann sich auch den Lautsprecher, ebenfalls von Tim, abonnieren. Mir persönlich wurde das ganze allerdings schnell etwas zu professionell und setzte meines Erachtens zu viel Vorwissen voraus, als dass ich daraus wirklich viele nützliche Hinweise hätte ziehen können. Und zweifellos hat Tim Pritlove glücklicherweise auch wesentlich höhere Ansprüche an Podcast-Produktionen als ich. Wir haben dann auch – vor allem mangels Vorhandensein – weder ein externes Mischpult noch irgendwelche superfancy Mikrophone für unsere Pilotfolge verwendet. Stattdessen hatte jeder von uns ein ziemlich normales Headset auf dem Kopf, wir haben uns per Skype angerufen und dieses Gespräch mit Hilfe einer Software namens MP3 Skype Recorder aufgezeichnet. Das Ergebnis ist keine akustische Offenbarung, aber es genügt meinen Ansprüchen an eine kostengünstige Amateurproduktion und passt sich so auch formell-akustisch gut an unsere inhaltlichen Unzulänglichkeiten an.

4. Bearbeitung

Was die von uns verwendete Aufnahme-Software ausspuckt ist je nach Einstellungen eine Stereo- oder Mono-MP3-Datei in einer bestimmten Bitrate. Die könnte man nun entweder direkt veröffentlichen oder noch ein wenig nachbearbeiten und beispielsweise ein paar unliebsame Stellen herausschneiden, eine Titelmusik hinzufügen oder anderen Schnickschnack reinbauen. Und wenn man seine Audiodatei auf irgend eine andere Art erstellt hat, gilt das gleiche. Ich habe zur Nachproduktion das Open Source-Programm Audacity verwendet – denn es ist kostenlos. Und weil ich nicht ganz sicher war, ob das Ergebnis schon gut genug ist, habe ich es noch mal beim automatischen Audioverbesserungsdienst Auphonic hochgeladen und dort durch die Mangel nehmen lassen. Das ging erstaunlich schnell und war sicher keine schlechte Entscheidung. Und weil ich es so toll finde, dass es so einen Dienst für Umme gibt, habe ich ihn gleich noch geflattrt.

5. Publikation

Bis hier hin war alles ziemlich einfach. Nun kam die Publikation und damit die Installation von WordPress auf unserem eigenen Webspace. Ich bin dabei hauptsächlich dieser 5-Minuten-Anleitung gefolgt, die allerdings zeitlich etwas optimistisch geschätzt ist. Vor allem das Heraussuchen und Eintragen der MySQL-Datenbanken war mit dem Lesen einiger FAQs bei Host Europe verbunden, ging dann aber auch ganz einfach. Wer das auch machen muss, kann hier gucken. Ansonsten hat es sich als brauchbar erwiesen, bei einer Suchmaschine die passenden Suchbegriffe einzugeben.

Wenn WordPress dann mal läuft, kann man es nach Belieben anpassen, also eigene Themes installieren, Widgets aktivieren und so weiter. Um bequem Podcasts zu veröffentlichen und auch den entsprechenden Feed zu bekommen, habe ich dann ein Plugin namens Blubrry installiert. Die bietet gleichzeitig noch einen Webplayer um die Episoden gleich online abspielen zu können und allerlei anderen Schnickschnack. Die nötigen Einstellungen sind auch bequem über das WordPress-Dashboard durchführbar. Dann muss man zum Veröffentlichen eigentlich nur noch seine Audio-Datei mit einem FTP-Client auf den Server laden, in einem Post auf diese verlinken und möglicherweise noch ein, zwei Worte dazu schreiben (die Shownotes beispielsweise). Den Rest erledigt Blubrry. Wenn man Optimist ist, kann man sich in sein Blog auch gleich noch per Plugin Flattr integrieren. Ich habe das auch mal gemacht.

6. Feed

Um den Feed kümmert sich auch Blubrry, das klappt bisher alles ganz gut. Die entsprechenden Einstellungsmöglichkeiten sind vorhanden und wenn man dann noch den Hilfeseiten von Apple, beispielsweise hier und hier, folgt, sollte das eigentlich ganz gut klappen mit dem Einfügen in iTunes. Das dauert allerdings auch eine ganze Weile, weil irgendwelche ominösen Mitarbeiter den Podcast erst noch „prüfen“. Würde mich ja schon sehr interssieren, wie so eine Prüfung aussieht.

Das wärs dann also erstmal, denke ich. Das ist zumindest gerade unser Stand der Dinge. Wenn ich daran etwas ändert und ich daran denke, könnte ich diesen Post hier vielleicht noch ein bisschen erweitern.

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#Grillen

Wie ich in letzter Zeit bereits auf Twitter dezent durchscheinen ließ, waren wir Neu-Hamburger in den letzten beiden Wochen zu Besuch in der alten Heimat – im Auenland. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf familiärem Beisammensein, ein wenig analogem Lesen und ausgiebigem Nichtstun.

Allerdings kamen, wie es sich aber für anständige Hobbits gehört, auch Bier und fleischhaltige Nahrungsmittel nicht zu knapp, und ich wollte an dieser Stelle einfach mal die Gelegenheit nutzen und kurz erklären, wie das mit dem sogenannten Grillen so funktioniert – illustiert mit einer selbst erstellen Fotostrecke. Denn sehr oft liest man ja in Zeitungen von schrecklichen Grillunfällen, bei denen ganze Wohnbezirke entweder in Flammen auf- oder hungrig ins Bett gehen, weil sich die Beteiligten gänzlich unwissend an das Abenteuer Holzkohlegrill heranwagten. Hier möchte ich Abhilfe schaffen.

Wir beginnen, ganz entgegen herkömmlicher Vorgehensweisen, am Anfang.

Vorbereitung gewinnt. Im Normalfall grillt man nicht in geschlossenen Räumen, sondern im Freien. Damit man nicht ständig zwischen diesen beiden Orten – vorausgesetzt man isst nicht auch im Freien – hin und her laufen muss, sollte man gleich all das Grillgut und sonstige Werkzeuge mit nach draußen nehmen. Besonders wichtig ist dabei natürlich die Grillzange, ein Messer (ein Messer kann man immer gebrauchen) und ein Topf, um das fertige Grillgut darin zu sammeln und warm zu halten.

Es folgt das Wichtigste: Das Anfeuern des Grills. Den hat man zuvor am besten von den Ascheresten des letzten Grillabends befreit und den Rost ordentlich mit einer Drahtbürste auf Hochglanz geschrubbt. Optional kann dieser auch noch mit einem Stückchen Speck eingefettet oder wahlweise ein wenig an der Hüfte desjenigen mit der größten Grillerfahrung gerieben werden. Dann den Rost beiseite stellen. Anschließend kippt man die Holzkohle in den Grill. Vorsicht bei der Dosierung! Wenn der Rost beim Test-Auflegen auf den Grill auf einer Holzkohlebergspitze zum Liegen kommt, ist das zu viel. Nun macht man Feuer!

Es gibt da sehr viele verschiedene Möglichkeiten, die Kohle zum Glühen zu bringen. Die Öko-Methode mit Reisig, Ästchen und Hölzchen, feste Grillanzünder, sogar das Bearbeiten der Kohle mit einem heißen Fön habe ich bereits beobachtet. Das ist alles Quatsch. Die Sache ist viel einfacher: einfach Unmengen Spiritus auf die Kohle kippen, anzünden und dann warten, bis das Feuer wieder aus geht. Gesundheitliche Risiken aufgrund der hohen Brennstoffmengen sind zu vernachlässigen oder im nun bereits zur Hand genommenen ersten Grillbier zu ertränken.

Ist das Feuer erloschen, sucht man sich einen willigen Wedelsklaven, der es mit einem möglichst flachen, breiten und leichten Gegenstand wieder zu entfachen versucht. Das macht er so lange, bis die ganze Kohle schön weiß durchgeglüht ist. Nebenbei das Biertrinken nicht vergessen!

Nun kann der Rost auf den Grill, und auf diesen dann das zu garende Fleisch. Beginnen sollte man dabei mit dem, das am längsten und/oder meisten Hitze braucht – also beispielsweise die Steaks aus Schweinefleisch.

Sind die fertig (immer mal wenden, nicht zu schwarz, klein und schrumpelig werden lassen) und lagern im bereitgestellten Topf kommen die Würste und, falls auch Frauen mit essen, das Geflügel. Über die Würste gerne immer mal ein paar Spritzer des mittlerweile zweiten Grillbieres geben. Der Effekt ist zwar umstritten, aber es sieht sehr professionell aus. Auch sorgt der Geruch und das Aussehen von ein paar daneben gegangenen Bierspritzern auf Hemd und Hose für angenehmes Sommer-Grill-Gefühl und viel Freude bei den späteren Tischnachbarn.

Abschließend kann dann auf den Grill, was halt noch so da ist. Grillfackeln, Spießchen, Katzen. Immer schön wenden, dabei wissend nicken und Dinge sagen wie: „Ja, die können noch.“, „Das sieht schon gut aus.“ oder „Das muss so sein, für die Röstaromen.“ Bier trinken dabei nicht vergessen. Grillen ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe und erfordert höchste Konzentration und vollen kognitiven Einsatz.

Zum Schluss stellt man den Topf mit dem nun fertigen Grillgut auf den Tisch und kann endlich die Ergebnisse seiner harten Arbeit und die Anerkennung der anwesenden Nicht-Griller genießen. Es ist noch wichtig anzumerken, dass Brot oder gar füllende Beilagen wie Salate im Grunde völlig überflüssig sind. Nicht zu verachten ist jedoch ihre farbgebende Wirkung auf einem Esstisch, und das Auge isst ja schließlich auch mit.

 

 

 

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#HSV

Ich war heute zum ersten Mal in meinem Leben bei einem Spiel der Ersten Fußballbundesliga. Dieses fand glücklicherweise in Hamburg statt, so dass die Anreise nicht zu anstrengend war und sich auf eine U-Bahn-Fahrt und eine Shuttlebus-Fahrt beschränkte. Diese führte uns zu einem scheinbar recht beliebten Sammelpunkt, an dem wir unsere erste Verpflegungspause machten.

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So sah es da aus. Bereits hier, wie auch auf dem restlichen Fußweg zum eigentlichen Stadion, kam man nicht umhin die zahlreichen Pfandbüchsen- und -flaschen-Sammler zu erspähen, die dort teils mit Einkaufswägen auf die leeren Getränkebehälter der durstigen Stadiongänger lauerten. Ich vermute da ein durchaus lohnendes Geschäft. Trotzdem übel, wenn man bedenkt, dass Pfandflaschen einsammeln für die meisten dort die fast einzige Einnahmequelle ist.

Dann ging es durch den Volkspark zur Imtech-Arena, wo ich am Eingang eine mitgebrachte Plastikflasche Apfelschorle wegschmeißen musste, ansonsten aber unbehelligt rein durfte. Unser Kind hat es sogar ohne eigene Eintrittskarte hinein geschafft.

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Vor dem Spiel – es ging übrigens gegen den 1. FC Nürnberg (wobei ich mich immer frage, ob es auch einen 2. und 3. FC Nürnberg gibt) – hat noch Lotto King Karl irgendwas gesabbelt und dann die schöne nordische Volksweise „Hamburg meine Perle“ angestimmt.

Und dann gings auch schon los. Das Spiel an sich war jetzt eher nicht so der Knaller. Die Anzahl an Torchancen wäre hüben wie drüben mit dem Begriff Mangelware noch zu üppig umschrieben, und auch das Spiel im Mittelfeld war geprägt von…grünem Rasen. Fußballerisch gab es also nicht wirklich Gourmetkost. Und ganz entgegen der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung bin ich absolut nicht der Meinung, dass Nürnberg auch nur einen Deut besser gewesen wäre als Hamburg. Es war wirklich das sprichwörtliche Not gegen Elend. Leider hat Not am Ende doch irgendwie einen Ball souverän über die elende Torlinie gekrüppelt und gewonnen. Abschließend muss ich dennoch sagen, dass ich selten ein Spiel gesehen habe, das ein 0:0 mehr verdient gehabt hätte als dieses.

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Nichts desto trotz fand ich das Erlebnis des Stadion-Besuchs an sich großartig und würde jederzeit wieder hingehen. Unsere Plätze waren sehr schön und man hat wirklich eine ganz andere visuelle Wahrnehmung als im Fernsehen. Ich möchte fast sagen, das Spiel verliert scheinbar ein wenig an Geschwindigkeit und wird irgendwie nachvollziehbarer. Aber das liegt natürlich an der Perspektive. Und wahrscheinlich auch an der heutigen Spielqualität der beteiligten Mannschaften.

Kurz vor halb sechs war dann Schluss. Nürnberg hat 1:0 gewonnen und wir sind wieder nach Hause gefahren. Im Bus zurück wurde dann noch einem Passagier schlecht. Der konnte sich glücklicherweise noch mit vollem Mund aus dem Bus retten, wankte zum Gehwegrand und erbrach sich unter dem Gelächter des gesamten Busses ins Gebüsch, um dann wenig später seinem Erbrochenen in dieses zu folgen und den dahinter liegenden Abhang hinunter zu purzeln. War bestimmt ein Nürnberg-Fan.

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#Genesis

Ich habe beim Durchforsten meiner Dropbox für die Überarbeitung meiner Bewerbungsunterlagen ein Bild gefunden. Es entstammt einem schon etwas älteren Projekt, das mein Oheim und ich mal in einem Anfall völliger Hybris planten: Die Illustration der Genesis. Bzw. nur des Teils des Alten Testaments, in dem die Schaffung der Erde und allem, was darauf so kreucht und fleucht, beschrieben wird – die Schöpfung. Wobei mich eigentlich wundert, dass wir nicht gleich weiter gedacht und das gesamte Buch Mose bebildern wollten. Wenn schon künstlerischer Größenwahn und völlige Selbstüberschätzung, dann doch wohl richtig.

Besonders weit bin ich damit, wie jetzt vielleicht schon unterschwellig anklang, nicht gekommen. Genauer gesagt habe ich nur vier Einzelbilder geschafft. Die sind aber im Original immerhin jeweils von stattlicher DIN A4-Größe.

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Hier sieht man also weiß auf schwarz dokumentiert was passiert wäre, wenn der Liebe Gott statt der Sechs-Tage-Woche (den siebten Tag hat er ja geruht) nur die Ein-Tages-Woche eingeführt hätte. Nämlich nicht viel. Und deshalb, liebe Kinder, müssen wir heute nicht nur einen Tag pro Woche arbeiten…

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Death by Tumbleweed

Ich habe gerade zum zweiten Mal in meinem Leben das hübsche iOS-Spiel „The Incident“ gespielt. Das gab es nämlich vor ein paar Tagen kostenlos und ich habe die Angewohnheit, hauptsächlich nur kostenlose Dinge auf meine (geschenkten) Apple-Geräte zu lassen & die Erfahrung gemacht, dass es irgendwann fast alles mal umsont gibt. So nun also auch dieses kleine Spielchen, dessen einziger Inhalt es zu sein scheint, Dingen auszuweichen, die vom Himmel fallen und dann auf diesem Berg von Sachen nach oben zu kraxeln. Und warum schreibe ich das hier? Weil ich eben in diesem Spiel von einem Tumbleweed – sprich Purzelkraut – erschlagen wurde, und das zumindest ein bisschen lustig fand.

Death by Tumbleweed-Trophäe

Death by Tumbleweed-Trophäe

Diese Trophäe habe ich dafür bekommen. Hübsch.
Und wo ich schon mal bei Apple-Geräten bin: Ich habe mir ein Tumblr-Dingsbums eingerichtet, zu dem ich immer mal ein Bildchen lade, das ich mit der Paper-App auf dem iPad gezeichnet habe. Das geht dort nämlich ganz okay und sieht recht hübsch aus. Manchmal, zumindest. Den Tumblr gibt es hier: purzelkraut.tumblr.com

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#Umzug

Wie man bereits gemerkt hat, wenn man das hier liest, bin ich mit meinem Blog von Blogger nach WordPress umgezogen. Das tolle ist, dass man das ziemlich reibungslos machen kann und alle Posts aus dem alten Blog inklusive der Bilder und der Kommentare (auch wenn die von der Anzahl her vernachlässigbar wären) in den neuen Blog importieren konnten. Man kann hier also wenn man möchte den ganzen älteren Kram nachlesen. Aber wer will das schon?

Ich habe diesen Schritt gewählt (das wollte ich immer schon mal schreiben), weil man hier einfach eine schönere „Über mich“-Seite machen kann, die nicht auf Google+ verlinkt (wo ich mich im übrigen auch abgemeldet habe). Außerdem soll man ja seine Informationen möglichst breit ins Internet streuen und nicht alles Google in den Rachen schmeißen. Deshalb nun also WordPress. Den Flattr-Button aus dem alten Blog habe ich noch nicht wieder eingebaut – der wurde ohnehin noch nicht gedrückt.

Im Rückblick würde ich gerne – damit dieser Post hier wenigstens ein bisschen Inhalt hat – noch einmal eine kleine Auswertung der Blogger-Blogstatistik vornehmen. Die ist nämlich beeindruckend. Zumindest, was meinen einen Titten-Post angeht. In dem hatte ich ja extra häufig eben jedes T-Wort verwendet um mal herauszufinden, wie sich das auf die Besucherzahlen auswirkt – der war sozusagen ein Testballon. Und das Ergebnis lautet: Es wirkt sich massiv auf die Besucherzahlen aus. Das Blog hatte insgesamt 12.051 Seitenaufrufe. Davon entfallen allein 5032 auf den besagten Post. Zum Vergleich: Auf Platz zwei landet der #Wampir mit 83 Aufrufen und dann der #ACTA-Bericht mit 71.

Auch toll sind die Suchbegriffe, mit denen mein Blog bzw. vermutlich gezielt der entsprechende Beitrag gefunden wurde, hier die Top 3: „titten“ (2026 mal), „nackte titten“ (267 mal) und „titten nackt“ (141 mal – das sind offenbar die Besucher, die es mit grammatikalisch korrektem Deklinieren des Wortes „nackt“ nicht so haben). 13 mal wurde auch die Wortkombination „minecraft titten“ gesucht. Ich frage mich ernsthaft, was diejenigen zu finden hoffen, die sowas suchen. Würfelförmige Brüste? Warum?!

Nun, wie dem auch sei. Nun bin ich hier, bei WordPress. Mal sehen, wie sich der besagte Post hier so macht. Ich überlege noch, ob ich das alte Blog löschen soll, jetzt da ich dieses hier fertig habe. Ich denke mal ja.

 

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