Archiv der Kategorie: Zeichnungen

Ein Schurkenstreich

Zu der heute endenden Pixar-Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe fand ebenfalls heute der Workshop „Ein Schurkenstreich – Zeichenworkshop zur Faszination des Bösen“ statt – und ich war dabei. Mich angemeldet und die 50 Euro Mitmachgebühr bezahlt hatte ich bereits vor vielen Wochen, kurz nachdem ich mit dem Sohnemann in eben dieser Ausstellung war und von den zahlreichen Monster-Entwürfen zum Film „Monster AG“ völlig verzückt war.

Geleitet wurde der Workshop von Verena Braun, einer örtlichen Illustratorin, Autorin und…öhm, Workshopleiterin. Nachdem wir uns alle kurz nach 14:00 Uhr im Foyer versammelt hatten, führte sie uns in die Katakomben und Verliese des Museumsbaus und dort in einen Raum, den innenarchitektonisch gewagt ein massiver Stützpfeiler in zwei Hälften teilte. Links und rechts davon nahmen wir Platz, so dass die eine Hälfte der Workshopgruppe vor ungewollten Einblicken der anderen gut geschützt war. Sehr vorteilhaft bei einem Zeichen-Workshop. Wer will da schon sehen, was die anderen machen?

Von diesen kleinen Unzulänglichkeiten mal abgesehen, was es aber sehr schön. Nach der obligatorischen Vorstellungsrunde („Hallo, mein Name ist Florian, ich bin professioneller Delphindompteur“) schauten wir uns einige berühmte Bösewichte der Filmgeschichte an, um Inspiration zu finden und machten dann ein paar Fingerlockerungsübungen, indem wir einige Workshopteilnehmer abzeichneten. Diese schmissen sich teils extra kostümiert in Pose!

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Leider bestand das Kostüm größtenteils aus einem schweren Umhang, der Falten warf. Und jeder, der eine einigermaßen sadistisch veranlagte Kunsterzieherin in der Schule hatte weiß, dass Faltenwurfstudien der absolute Hass sind. Deswegen habe ich das etwas großzügiger interpretiert.

Anschließend ging es ans Werk: einen eigenen Bösewicht zeichnen. Damit wir da nicht völlig auf dem Trockenen schwammen, hatte Verena ein paar (Trash-)Film-Zusammenfassungen gesammelt, die sich um die dortigen Antagonisten drehten. Meine Aufmerksamkeit erregten dabei die folgenden beiden Textschnipsel:

„Killer Klowns from Outer Space: Demente Clown-Aliens landen auf der Erde und errichten ein Zirkuszelt, um Erdlinge anzulocken.“

und

„Gore-Met Zombie Chef from Hell: Ein uralter Dämon eröffnet ein Restaurant in der Jetztzeit und schlachtet einen Gast nach dem anderen, um ihn dem nächsten Gast zu servieren.“

Ich entschied mich schließlich für den zweiten Bösewicht, den nachhaltig wirtschaftenden Zombie-Dämonen-Koch. Kleine Anmerkung zwischendurch: Filme mit „from“ im Titel sind immer gut. Und hier ist nun mein Ergebnis:

dämonBearbKleinTadaa! Ein fieser Koch-Zombie-Dämon, inklusive Kochmütze und -schürze. Er hat ein Holzbein, weil er das echte Bein in Zeiten von großer Not mal selbst essen musste. Außerdem trägt er immer eine Hand in seiner Brusttasche, falls er die mal jemandem geben muss. Er ist eher kontaktscheu.

Und just, als ich mit ihm fertig war, war der Workshop auch schon wieder vorbei. Ich hatte vielleicht gehofft, noch etwas mehr kreativitätsanregende Techniken zu erfahren. Aber ich finde dieses Zeichnen von (außergewöhnlichen) Filmfiguren, die man zuvor noch nicht gesehen hat, auch schon ganz nett. Vielleicht werde ich mich irgendwann auch mal den Alien-Clowns widmen. Für heute war es aber nur das Koch-Dämonen-Zombie.

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#Genesis

Ich habe beim Durchforsten meiner Dropbox für die Überarbeitung meiner Bewerbungsunterlagen ein Bild gefunden. Es entstammt einem schon etwas älteren Projekt, das mein Oheim und ich mal in einem Anfall völliger Hybris planten: Die Illustration der Genesis. Bzw. nur des Teils des Alten Testaments, in dem die Schaffung der Erde und allem, was darauf so kreucht und fleucht, beschrieben wird – die Schöpfung. Wobei mich eigentlich wundert, dass wir nicht gleich weiter gedacht und das gesamte Buch Mose bebildern wollten. Wenn schon künstlerischer Größenwahn und völlige Selbstüberschätzung, dann doch wohl richtig.

Besonders weit bin ich damit, wie jetzt vielleicht schon unterschwellig anklang, nicht gekommen. Genauer gesagt habe ich nur vier Einzelbilder geschafft. Die sind aber im Original immerhin jeweils von stattlicher DIN A4-Größe.

Bild

Hier sieht man also weiß auf schwarz dokumentiert was passiert wäre, wenn der Liebe Gott statt der Sechs-Tage-Woche (den siebten Tag hat er ja geruht) nur die Ein-Tages-Woche eingeführt hätte. Nämlich nicht viel. Und deshalb, liebe Kinder, müssen wir heute nicht nur einen Tag pro Woche arbeiten…

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Death by Tumbleweed

Ich habe gerade zum zweiten Mal in meinem Leben das hübsche iOS-Spiel „The Incident“ gespielt. Das gab es nämlich vor ein paar Tagen kostenlos und ich habe die Angewohnheit, hauptsächlich nur kostenlose Dinge auf meine (geschenkten) Apple-Geräte zu lassen & die Erfahrung gemacht, dass es irgendwann fast alles mal umsont gibt. So nun also auch dieses kleine Spielchen, dessen einziger Inhalt es zu sein scheint, Dingen auszuweichen, die vom Himmel fallen und dann auf diesem Berg von Sachen nach oben zu kraxeln. Und warum schreibe ich das hier? Weil ich eben in diesem Spiel von einem Tumbleweed – sprich Purzelkraut – erschlagen wurde, und das zumindest ein bisschen lustig fand.

Death by Tumbleweed-Trophäe

Death by Tumbleweed-Trophäe

Diese Trophäe habe ich dafür bekommen. Hübsch.
Und wo ich schon mal bei Apple-Geräten bin: Ich habe mir ein Tumblr-Dingsbums eingerichtet, zu dem ich immer mal ein Bildchen lade, das ich mit der Paper-App auf dem iPad gezeichnet habe. Das geht dort nämlich ganz okay und sieht recht hübsch aus. Manchmal, zumindest. Den Tumblr gibt es hier: purzelkraut.tumblr.com

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#Tagewerk

Es folgt nun das vorerst letzte Bild. Ich werde bei Gelegenheit wieder neue produzieren, aber das kann noch ein wenig dauern. Ich könnte zwar auch noch das übrige Gekrakel aus meinen Skizzenbüchern einscannen oder die pubertär geprägten, hormonellem Ungleichgewicht geschuldeten Ferkeleien aus meiner Gymnasialzeit präsentieren. Aber das möchte ich dem Betrachter und ganz vorneweg mir selbst nicht antun.

Dieses universelle Bild entstand ebenfalls – wie das von gestern – während meiner Studienzeit in Koblenz. Erkennbar auch an der Endlosschleife. Eine schöne Zeit…

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#Hundeklo

Ich glaube, ich werde krank. Das ist schlecht. Ich verbiete mir das und bin ab morgen wieder vollkommen gesund. Die Bilder gehen auch langsam zur Neige. Ach, alles ist am Ende…

Heute mal ein Zwei-Panel-Bild, das entstand, als ich noch in Koblenz wohnte – also irgendwann in der Zeit, in der die ersten Posts dieses Blogs entstanden sind, die ich vor einer Weile hier importiert hatte. Da kam ich frühs auf meinem Weg zur Uni immer an so einer Baum-Insel (oder wie auch immer man das nennt) vorbei, an der exakt so ein Schild hing. „Hier ist kein Hundeklo!“ – in quasi auch genau der gleichen Schreibschrift. Und das fand ich einfach lustig. Naja. Schönen Dienstag.

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#Fieber-Biber

Es ist wieder mal Montag. Juchei!
Um meiner immensen Freude Ausdruck zu verleihen, gibt es heute das vorerst letzte Tierkrankheiten-Bild. Zumindest, bis ich wieder neue produziert habe.

Der Fieber-Biber, der nur des Reimes wegen leiden muss. Beinahe so wie ich bei schlechtem, deutschsprachigem Sprechgesang…

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#Holzbein-Schwein

Es ist wieder mal Sonntag. Deshalb gibt es heute ein Sonntagsbild.
Das ist natürlich Schwachsinn, das Bild hätte es an jedem anderen Tag auch gegeben. Hehe.

Das Holzbein-Schwein. Ist nicht wirklich eine Krankheit, aber ganz fit ist das Rüsseltier ja auch nicht. Wäre übrigens eine gute Alternative, Schweinshaxen zu gewinnen ohne das Schwein umbringen zu müssen. Wobei ich nicht beurteilen möchte, ob es ethisch korrekter wäre, dem Schwein erst das Leben und dann die Beine zu nehmen oder es mit vier Holzbeinen weiter leben zu lassen. Aber das muss ich ja zum Glück auch nicht, ich esse ohnehin keine Schweinshaxen.

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