Archiv der Kategorie: Mensa

100 Mittagessen

In letzter Zeit ist es ja hier wieder etwas stiller geworden, da ich meine Schreibenergie vorrangig in die Fertigstellung meiner Magister-Arbeit stecken musste – wobei ich übrigens leicht überrascht war zu erfahren, dass ich tatsächlich eine Magister-Arbeit schrieb, und keine Master-Arbeit, wie ich immer dachte. Mir ist auch nicht ganz klar, was der Unterschied zwischen den beiden ist, und es ist mir eigentlich auch völlig egal. Hauptsache, ich bin endlich fertig.

Bevor ich die eigentliche Arbeit aber hier auswerte, heute erst mal eine Auswertung der etwas anderen Art. Denn wie der ein oder andere Leser sicherlich mitbekommen haben dürfte, habe ich immer mal meine Mittagessen fotografiert, die ich im Laufe des Entstehungsprozesses der Arbeit verspeist habe. Insgesamt waren das am Ende 101 Bilder, aus denen ich eine 10×10-Bilder-Collage gebastelt habe (der Mathematiker wird es merken: Ein Bild – das letzte – ist übrig geblieben). Und hier ist sie:

Sehr interessant und aufschlussreich, wie ich finde. Anfangs bestimmen noch die Mensaessen das Bild, das war so die Zeit der Literaturrecherche und so, in der ich viel in der Bibliothek war. Dazwischen ab und zu mal ein paar Essen auf dem Gebeseer Tisch, als ich mich bei meinem Herrn Vater durchgefressen habe. Und zum Ende hin dann eine massive Junkfood-Konzentration in Form von Pizzen und asiatischen Fertignudeln. Das war die Zeit, in der ich dann zuhause hockte und im Wahn irgendwelchen Unsinn zu digitalem Papier brachte. Das war dann das, was ich gestern in gebundener Form abgegeben habe.

So, das werde ich mir dann in der nächsten Zeit dann alles wieder abhungern müssen…

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter MA-Arbeit, Mensa, Wichtige Sachinformationen

#OpenAccess und so

Ich habe die Angewohnheit, bei der Hausarbeit oder sonstigen Aktivitäten, für die man seine Ohren nicht zwingend benötigt, mit dem iPod in der Hosentasche verschiedenste Podcasts zu hören. Diese Angewohnheit kann ich im Übrigen jedem empfehlen, denn die meisten Podcasts sind dem durchschnittlichen Radioprogramm an Unterhaltungsfaktor und Informationsgehalt um mehrere Längen voraus. Außerdem kann man sie hören, wann man möchte. Und wenn man Gefallen daran findet, kann man sich bei den Machern fast immer auch ein wenig erkenntlich zeigen – freiwillig und ganz ohne Zwang.
Auf jeden Fall hörte ich nun heute beim Abwaschen die aktuelle Folge der Wikigeeks, in der es – neben einer interessanten Debatte darüber, wie eBooks derzeit sind und wie sie eigentlich sein sollten – um einen Boykott von Elsevier und die Vorzüge von Open Access ging. Zur Erläuterung:

Elsevier ist ein Verlag für wissenschaftliche Fachzeitschriften; hauptsächlich aus naturwissenschaftlichen Disziplinen, so dass ich im Laufe meiner jahrelangen wissenschaftlichen Karriere meines Studiums bisher nicht damit in Berührung gekommen bin. Wohl aber mit dem Springer-Verlag, für den im Grunde das gleiche gilt. Das Geschäftsmodell dieser Wissenschaftsverlage scheint sehr geschickt ausgedacht zu sein: Man veröffentlicht von Wissenschaftlern geschriebene Artikel zu deren Forschungen in verschiedenen Zeitschriften. Je nach Zeitschrift sind diese Artikel zuvor peer reviewed. Das heißt, andere Forscherkollegen (die Peers) lesen die Beiträge anonym und in der Regel kostenlos und gucken, ob sie was taugen. Und wie kommen die Artikel meistens zustande? Ganz einfach: ein Wissenschaftler hat eine tolle Forschungsidee (oder einen Auftrag), beantragt öffentliche Forschungsgelder, forscht eine Weile rum und schreibt dann in dem Artikel, was er herausgefunden hat.
Das heißt alles, was die Verlage machen und bezahlen müssen ist, eine Zeitschrift zu drucken und zu verteilen. Dafür verlangen sie dann exorbitant hohe Preise. Möchte ich zum Beispiel den schönen Artikel „The Great Interview: 25 Strategies for Studying People in Bed“ von Springer herunterladen, kostet mich das als Privatperson fast 35 Euro. Für die DIGITALE Version! Die Lizenzen für die Universitätsbibliotheken sind dann natürlich auch nicht ganz billig, wie man hier noch genauer nachlesen kann (überhaupt ist dieser Text eine gute Zusammenfassung des ganzen Problems). 
Also nochmal zum Mitschreiben: Von öffentlichen Geldern wird geforscht, die Forschungsergebnisse werden in Zeitschriften veröffentlicht, und damit andere Forscher das dann auch lesen können, müssen noch einmal beträchtliche öffentliche Gelder aufgewendet werden. Ein tolles System! Zumindest für die auch hier noch einmal angeprangerten Verlage. Deshalb sprechen sich auch viele Forschungsorganisationen dafür aus, dass öffentlich geförderte Projektergebnisse auch allgemein zugänglich sein sollten. Das nennt man dann Open Access. Dazu gibt es dann auch noch einen schönen Kommentar.
Ach, und knapp 4700 Wissenschaftler haben sich auch schon auf der Seite The Cost of Knowledge für einen Boykott von Elsevier ausgesprochen, was ich eine gute Sache finde. Wäre ich ein ernstzunehmender Wissenschaftler, würde ich das auch machen. Open Access FTW!


So, und damit hier auch mal wieder ein Bild von meinem Essen rein kommt:


Gabs allerdings nicht heute, sondern schon gestern. Den Namen habe ich auch schon wieder vergessen. Aber sie war so voll belegt, dass die Hälfte davon immer runtergefallen ist. Und ich mag es ja eigentlich überhaupt nicht, wenn mir ständig der Belag von der Pizza klatscht. Nächstes mal werde ich wieder eine etwas dezenter belegte wählen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Mensa, Wichtige Sachinformationen

#Suppe

Das ursprünglich für die Verarbeitung am Sonntag eingeplante Suppengemüse musste heute weg. Am Sonntag fand ich leider keine Verwendung dafür, weil wir noch genug Nahrungsmittelreste vom Tag zuvor übrig hatten, um die Familie satt zu bekommen. Also habe ich dem Kind und mir heute eine sehr leckere Gemüsesuppe gezaubert. Sie war fast so einfach zu machen wie eine Büchsensuppe, nur viel mehr und viel besser. So sah sie aus:

Zubereitung: Wasser – etwas mehr als zwei Liter in meinem Fall – zum Kochen bringen, Brühwürfel oder so Zeugs rein. Man kann natürlich auch echte Hühnerbrühe nehmen, aber ich hatte gerade kein Huhn zur Hand. Während das Wasser seinen Siedepunkt erreicht, das Suppengemüse bestehend aus Möhren, Lauch, Sellerie und Petersilie auspacken und die Petersilie wegschmeißen. Okay, der letzte Punkt ist optional, aber weder ich noch das Kind wissen die geschmackliche Qualität und gesundheitliche Güte von Petersilie zu schätzen. Den Rest des Gemüses möglichst klein schnibbeln. Ich habe zusätzlich noch eine Zucchini gewürfelt. Das alles in den Topf mit dem nun kochenden Brüh-Wasser. Den Lauch ein bisschen später. Das ganze kochen lassen, bis das Gemüse kurz davor ist, die gewünschte Konsistenz erreicht zu haben – was erstaunlich schnell der Fall ist. Dann noch eine Tüte Fadennudeln dazu, noch drei Minuten weiter kochen lassen und abschmecken – Salz, Pfeffer, mehr Brühzeugs, LSD oder was auch immer. Fertig!

Morgen geht es dann wieder an die Uni und in die Mensa. Ich brauche für meine MA ein paar Bücher, so dass ich meinen Arbeitsplatz wieder in die Bibliothek verlegen werde.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Mensa, Wichtige Sachinformationen

#Auswertung

Ich dachte mir, es ist mal wieder Zeit für ein schönes Bild vom Mensaessen. Zugegeben, hier im Blog ist das letzte gar nicht so lange her, aber draußen, in der echten Zeit, war das vor über einem Monat. Deshalb hier:

Es gab scharfes Chili con Carne mit Reis. Wobei scharf ein von den Mensa-Damen vergebenes Attribut für das Essen ist, das auf keinerlei empirischen Erhebungen in der Wirklichkeit fußen kann. Mein dazu gekaufter Erdbeerquark-Nachtisch war schärfer. Trotzdem war es aber alles in allem ganz lecker.

Ansonsten habe ich mit der Auswertung meiner Interviews begonnen. Da ich dazu aber momentan (noch) nichts sagen kann und will, erfolgt hier eine etwas andere Auswertung. Der aufmerksame Leser erinnert sich vielleicht noch an meinen Post mit dem schönen Titel „Titten in die Wissenschaft„. Den hatte ich ja damals extra so vergeben, um herauszufinden, ob die Verwendung des Wortes Titten irgend einen Einfluss auf die Anzahl der Klicks hat. Und was soll ich sagen? Es hat Einfluss!
Besagter Post ist, laut den internen Blogger-Statistiken hier, mit 369 Seitenaufrufen der mit großem Abstand am meisten angeklickte Post von allen. Auf den weiteren Plätzen folgen Posts mit einmal 66 und einmal 50 Aufrufen. Immerhin.
Interessant sind auch die Google-Suchbegriffe, mit denen mein Blog – und in diesem Fall vermutlich direkt auch der besagte Post – gefunden wurde. Ich nenne mal nur die Brust-relevanten:

titten – 74 mal
nackte titten – 5 mal
titten nackt – 4 mal
mädchen titten – 3 mal

Was für schlechte Menschen sind nur in diesem Internet unterwegs? Pfui! Auch lustig, aber nicht sofort in Verbindung mit äußeren weiblichen Geschlechtsmerkmalen zu bringen: Drei Menschen landeten auf meinem Blog, nachdem sie bei Google nach „atze schröder ohne perücke“ suchten. Ich finde das etwas irritierend. Aber vielleicht ist es auch ein Hinweis darauf, dass Atze Schröder Mensaessen unter seinem Kunsthaar trägt.

Ach! Und ich hatte offenbar meinen ersten und bisher einzigen Flatterer! Ich freue mich total und bedanke mich ganz herzlich bei dem unbekannten Spender bzw. der Spenderin.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter MA-Arbeit, Mensa, Wichtige Sachinformationen

Transe 2

Heute erfolgreich weiter transkribiert, die Universität besucht und ein Buch abgegeben und in der Mensa zu Mittag gespeist.

Es gab Curryreis, scharfe Käsesoße und eine Blätterteigtasche mit Spinat und Fetakäse. Als Beilage wählte ich einen überraschend schmackhaften Frucht-Molke-Drink, den es meiner Meinung nach jeden Tag geben sollte. Der war wirklich super. Und als zweite Beilage verschenkte die Mensa heute anlässlich der Feierlichkeiten zum 20. Geburtstag des Studentenwerks noch ein extra Dessert. Da entschied ich mich für einen Vanillepudding mit Himbeersoße. Auch gut. Alles in allem also heute ein sehr empfehlenswertes Menü.

2 Kommentare

Eingeordnet unter Mensa

Transe

Die Zeit, hier sinnvolle Beiträge hinzuschreiben, ist momentan etwas knapp bemessen. Das liegt zum einen an den bevorstehenden Feierlichkeiten zu Ehren des Geburtstages eines altruistischen Zimmermannssohns – der irgendwann, aber garantiert nicht zu Weihnachten vor 2011 Jahren geboren wurde.
Und zum anderen an den intensiver werdenden Arbeiten an meiner MA-Arbeit. Heute habe ich den ganzen Tag transkribiert, eine grauenvolle Arbeit. Vor allem, sich selbst zu transkribieren ist furchtbar. Man hört seine unfassbar schreckliche, eigene Stimme und fragt sich jedes Mal, ob andere Menschen einen wirklich auch immer genau so hören müssen. Und zusätzlich muss auch noch ich sozial schwer behinderter, soziophober Misanthrop mich selbst in Gesprächen mit anderen Menschen belauschen. Und jedes Mal denke ich: „Was hast du da nur wieder für einen Mist erzählt? Rede nicht so schnell solchen Müll! Und wieso hast du nicht noch die und die Frage in dieser und jener Situation gestellt?“ The horror, the horror.

Ganz passend dazu war auch mein Mittag, das natürlich nicht aus der Mensa kam. Es gab Bockwurst mit Kartoffelsalat und Senf. Wow!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter MA-Arbeit, Mensa

Upsi…

…da hatte ich doch gestern glatt vergessen, mein Essen zu posten. Ich hole das hiermit nach: wir haben mal wieder eine Pizza gebacken, was das Kind gleich dazu veranlasste, als späteren Berufswunsch „Pizzabäcker“ zu äußern.

Dann hat es mich gefragt, was ich mal werden möchte, wenn ich groß bin. Feuerwehrmann? Polizist? Gute Frage, dachte ich. Damit sollte ich mich wohl so langsam mal wirklich ernsthaft auseinandersetzen…

Heute gab es dann, endlich mal wieder in der Mensa, Stampfkartoffeln mit Wirsingkuchen – das sogenannte „Wintergericht“. War auch recht lecker.

Heute habe ich auch kein Interview. Also Zeit – sobald das Kind mich lässt – die nun angesammelten Gespräche zu transkribieren und dann den Leitfaden eventuell ein bisschen anzupassen. Zum Transkribieren benutze ich übrigens das Programm F4, und zwar die alte Version. Die ist nämlich stabiler als diese fancy neue Version. Trotzdem ist das Transkribieren eine ziemlich nervige und zeitaufwendige Angelegenheit und ich wüscnhte, es gäbe vernünftige (selbstverständlich kostenlose) Spracherkennungssoftware, die fehlerfrei das Gesprochene in Geschriebenes umwandelt. Wird wahrscheinlich nach meine MA veröffentlicht…

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter MA-Arbeit, Mensa