Archiv der Kategorie: Digitale Spiele

Lord of the Ringvorlesung

Wie ich nun schon etwa 193mal twitterte, hielt ich gestern Nachmittag um 17:00 Uhr einen Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Schummeln, Cheaten, Regelbruch – Im Grenzgebiet virtueller Spielwelten„. Wie es das Rahmenthema absolut nahelegt, ja sogar zwingend erfordert, sprach ich natürlich über Indie Games. Mit denen vertreibe ich mir derzeit in Vorbereitung auf eine mögliche Dissertation so die Zeit, wenn es im Büro sonst nichts zu tun gibt. Manchmal sogar auf akademischer Ebene.

Grob ging es darum, wie man Indie Games beschreiben kann bzw. anhand welcher Merkmale sie sich von „Mainstream“-Spielen abgrenzen lassen und was so alles damit zusammen hängen könnte. Mein (momentan) eigentliches Interesse, ob und wenn ja wie dabei gemeinschaftsbildende Prozesse stattfinden, die dann eventuell eine Subkultur „Indie Szene“ formen, blieb dabei noch etwas außen vor. Meine Präsentation dazu sah jedenfalls so aus:

Ich selbst sah beim Vortragen so aus:

BildVomVortrag

Und der zugehörige Karl H. Ditze Hörsaal, prall gefüllt mit gespannt lauschenden Vorlesungsteilnehmern, sah so aus:

Ditze Hörsaal

Auch wenn ich vorher ziemlich aufgeregt war, lief der Vortrag selbst ganz okay und kam offenbar auch nicht total schlecht an. Ich habe noch interessanten Input bekommen, den ich mir jetzt mal näher zu Gemüte führen und auf seine Güte überprüfen muss. Insgesamt also ein lohnender Abend. Sogar ein Bier habe ich im Anschluss noch ausgegeben bekommen. Vielen Dank nochmal an den freundlichen Spender…:)

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Tag 9 und Spiel-Film-Festival²

Um gleich die Sorgen des letzten Kommentars zu zerstreuen: Alles ist gut, der Laptop läuft noch und ich bin auch noch am Leben. Ich hatte am Freitag nur keine Lust und keine Inhalte zum Schreiben. Zum Laptop musss jedoch gesagt werden, dass ich gleich, nachdem ich diesen Beitrag hier beendet habe, versuchen werde ihn auszuschalten. Ich habe nämlich netterweise von meinem großzügigen und liebenswerten Bruder eines seiner drei Notebooks leihweise zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank, Bruder.
Essenstechnisch blieb ich heute zuhause, um die Interviews vorzubereiten, die ich in dieser Woche im Rahmen meiner MA-Arbeit führen werde. Deshalb gab es nur schnöden Fertigfraß, bestehend aus scharfen Thai-Nudeln vom Rewe. Am Wochenende war ich dafür vollständig mit dem diesjährigen Spiel-Film-Festival ausgelastet, wo uns sehr interessantes Essen-Auf-Rädern kredenzt wurde…

 Samstag
Am Samstag gab es also diese Wirsing-Roulade mit Kartoffeln, Pudding zum Nachtisch. Ich weiß ja nicht, wieviel so alte Menschen, aus denen sich ja normalerweise die Stammkundschaft von Essen-Auf-Rädern rekrutiert, so zum Mittag essen. Aber diese Portion war auf jeden Fall recht knapp bemessen. Und geschmacklich etwas fad.
Sonntag
Am Sonntag gab es dann aus einer ähnlich hübschen Alu-Schale dieses Gulasch mit Klößen und Rosenkohl. Die Anzahl an Rosenkohl-Röschen variierte dabei unter den Workshop-Teilnehmern von vier bis sieben Stück. Bei meinen Gulasch-Stückchen waren sie sogar noch knauseriger. Und dann war es größtenteils auch  noch durchzogen von Schlabberfett.
Montag
Heute dann wie bereits erwähnt das hier. Natürlich auch nicht besser, als das vom Wochenende. Aber immerhin würzig.
Das Spiel-Film-Festival² war übrigens sehr schön. Die Ergebnisse stehen leider noch nicht bei YouTube. Sobald das der Fall ist, werde ich darauf hinweisen. Aber die Ergebnisse stehen ja ohnehin nicht so im Vordergrund, sondern der Weg dahin und die Erkenntnis, dass man mit quasi allen Spielen mehr machen kann, als „nur“ zu spielen. Man kann eben auch Filme machen. Ich habe in meiner unbändigen Hybris sogar versucht, zeitgleich Film UND Musik damit zu machen und einen Gunsound-Film zu basteln. Also etwas wie das hier (mit Battlefield 3) oder das hier (mit CoD Modern Warfare). Leider war ich sowohl zu unmusikalisch als auch nicht ausreichend Herr der zur Verfügung stehenden Software – nämlich Audacity – als dass ich auch nur annähernd an ein zufriedenstellendes Ergebnis herangekommen wäre. Deshalb habe ich dann lieber sowas hier gemacht, nur mit ein paar weniger Autos.
Daran sieht man auch meine seit diesem Wochenende bestehende Theorie bestätigt, dass es deshalb immer weniger Machinimas gibt – die tendenziell aber besser werden – weil es einfach ziemlich aufwendig ist. Man sollte sich schon ziemlich gut mit einem Spiel auskennen und sich da reingefuchst haben und zusätzlich zumindest belastbare Kenntnisse von entsprechender Bearbeitungssoftware haben, um einen anständigen Film hinzukriegen. Alle Teilnehmer des Workshops – und auch wir Workshop-Leiter – waren Spieler. Dem gegenüber steht die immer weiter fortschreitende Casualisierung der Spieleindustrie mit ihren unzähligen, schrottigen Facebook-Spielen, ihren Gazilliarden an verkauften Wiis und DSs und ihren mit aller Macht in den Markt gedrückten Fuchtelsteuerungen wie Kinect und Move. Schreckliches Teufelszeug, das zwar viele Menschen zu Spielern macht, aber scheinbar nur wenige dazu motiviert, sich wirklich tiefer mit dem Medium Spiel auseinander zu setzen. Wahrscheinlich spielen auch die scheinbar immer restriktiver werdenden Nutzungsrechte, die die meisten Hersteller den Spielern an ihren Spielern gewähren, eine Rolle. Wer weiß? Ich sollte noch etwas weiter darüber nachdenken. Später…

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Tag 5 und Limbo

Heute war ich viel unterwegs. Ein Weg führte mich dabei auch wieder in meine geliebte Mensa. Dort gab es wieder äußerst delikate Speisen, für mich waren es Mozzarella-Sticks mit Tomatensoße und Pestonudeln. Ich glaube, das gleiche Essen hatte ich vor ein paar Wochen schon mal. Ich kann mich dumpf an derartiges erinnern. Es war jedenfalls geschmacklich durchaus genießbar.

Das kann man von dem Salat allerdings nicht behaupten. Das war vermutlich mein letzter Versuch, dort einen zu essen. Das nächste Mal nehme ich stattdessen einen leckeren, süßen Nachtisch. Ist eh viel gesünder als so komischer Weiberkram…

And now for something completely different. Ich möchte an dieser Stelle mal wieder ein Spiel empfehlen. Es handelt sich dabei um Limbo, das man auch über Steam erwerben oder erstmal die Demo probespielen kann. Im Grunde handelt es sich dabei um eine Art Jump’n’Run, in dem man einen kleinen Jungen von links nach rechts über den Bildschirm steuert. Dabei löst man Physik-Rästel oder meistert Sprungpassagen.

Die Welt von Limbo ist eine sehr düstere. In diese werden sowohl Spieler als auch Spielfigur völlig unvermittelt geworfen, indem man schlicht in ihr aufwacht. Wieso, weshalb und warum erfährt man nicht. Man läuft einfach los. Die Steuerung ist dabei denkbar einfach und beschränkt sich auf fünf Tasten.

Und als ob Bärenfallen, bodenlose Löcher, Wasserstellen und spitze Stacheln nicht schon tödlich genug für den äußerst sensiblen kleinen Jungen wären, stellt ihm auch noch diese fiese Riesenspinne nach. Da man völlig unbewaffnet ist, bleibt nur die Flucht und das Locken der Spinne in Fallen, die eigentlich einem selbst galten. Ich kann aus persönlicher Erfahrung berichten, dass es eine wahre Genugtuung ist, diesem stummen arachnidischen Stalker schließlich das letzte Bein eigenhändig auszureißen. 

So sieht es übrigens aus, wenn man hüpft. Man kann bereits erahnen was passiert, wenn man auf den schrägen Ast rechts unten hüpft und nicht rechtzeitig wieder weg kommt.

Erwähnte ich bereits, dass Limbo eine fantastische Grusel-Stimmung erzeugt? Dazu trägt zum einen die ausschließlich in diesen Graustufen gehaltene und viel mit Unschärfeeffekten arbeitende Grafik bei, zum anderen aber auch die dezente Soundkulisse – und natürlich der makabere Humor. Ein Spiel, in dem man eine mutmaßliche Kinderleiche aus einem Wasserloch ziehen muss, um damit eine Falle auszulösen, damit diese den Spieler nicht selbst zermatscht, muss einfach gut sein. Entgegen meinen Vermutungen ist es übrigens nicht aus Finnland, sondern aus Dänemark. Nah dran…

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Freitag

Mittag gab es heute an einem ganz speziellen Ort: Der Zitzmann-Fleischtheke eines Erfurter Kauflands in der Nähe des Spawnpoint-Bürokomplexes. Dort war ich nämlich, um ein wenig mehr über das geplante Spiel-Film-Festival (zu dem ich hiermit herzlich einladen möchte) und meine Rolle dabei in Erfahrung zu bringen. Ich werde also ganz offiziell am zweiten Adventswochenende die Entwicklung eines Machinimas mit Hilfe des Spiels Minecraft betreuen. Den dafür vor zwei Tagen bereits zu Testzwecken eingerichteten Privatserver haben mein geschätzter Bruder und ich vorhin ebenfalls eingeweiht und ein wenig bespielt. Dabei habe ich auch schon mit einer alten Fraps-Version – die ist nämlich im Gegensatz zu den neueren noch Freeware – ein paar Videos mitgeschnitten. Dummerweise habe ich erst danach gelesen, dass man dafür beim Spielen eine Auflösung von 640×480 einstellen muss. Dementsprechend beschnitten sind meine Videoaufnahmen auf die obere linke Bildschirmecke und somit nicht zu gebrauchen. Ich muss mir wohl eine aktuellere Ausgabe von Fraps besorgen. Oder kennt jemand Alternativen?
Ansonsten funktionierte aber alles ganz gut und ich bin zuversichtlich, dass ich in zwei Wochen nicht ganz ahnungslos da stehe. Hoffentlich.

Ich bin noch ein Bild meiner Mahlzeit schuldig: Es gab Wurstgulasch mit Nudeln.

Jetzt ist es übrigens amtlich: es ist bald Weihnachten. Der KIKA zeigt ab heute wieder Beutolomäus – den Sack des Weihnachtsmannes, den mein Kind immer „Beutelmuseum“ nennt. Und wenn wir schon mal bei lustigen Kinderbezeichnungen für irgendwelche Dinge sind: Es hat mich auch schon sowohl frühs als auch abends auf die „Walnuss“ bzw. „Erdnuss“ am Himmel hingewiesen. Gemeint hatte es dabei den Morgen- bzw. Abendstern, besser bekannt als der Planet Venus. Kinder sind super.

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Ćevapčići und Diablo 3

Es ist Wochenende, da hat die Mensa natürlich geschlossen. Da ich aber in dieser Woche ohnehin nicht in der Mensa war und es mittlerweile schon so eine Art Gewohnheit geworden ist, meine Mahlzeiten vor dem Essen mit meinem Handy zu fotografieren, gibt es hier aus Gründen der Vollständigkeit nun ein Bild von unserem heutigen Mittag.

Es handelt sich dabei, wie der Titel des Posts vielleicht schon erahnen lässt, um Ćevapčići mit Reis und einem Paprika-Zwiebel-Gemüse. Oder, wie meine Freundin es nannte: Mettfinger.


Heute vor 200 Jahren ist übrigens Franz Liszt geboren, was – wenn man Deutschlandradio Kultur glauben darf (ja, heute wurden wir ausnahmsweise von MDR Sputnik verschont) – in Weimar ganz groß begangen wird. Ich habe ja leider von klassischer Musik nur sehr rudimentäre Kenntnisse und könnte jetzt so aus dem Stegreif gar keine berühmten Stücke von Herrn Liszt nennen. Man kann sich aber beispielsweise hier etwas bilden und sogar freie Liszt-Musik anhören.


Ich habe übrigens nicht so viel Ahnung von angestaubter Musik, weil ich meine Zeit lieber mit verdummenden digitalen Spielen verschwende. So freue ich mich beispielsweise auch schon ziemlich auf Diablo 3, das ich, sobald es erscheint, mit meinem Bruder hoffe spielen zu können. Und um diese Vorfreude noch etwas zu schüren, hier ein schönes Rendertrailer zum Spiel.



Ich finde ja die Render-Filme von Blizzard-Spielen immer ziemlich beeindruckend. Die sehen teilweise besser aus als mancher animierte Kinofilm – speziell die aus deutschen Landen. Den Trailer habe ich übrigens von der GameStar-Webseite, wo man ihn auch noch mal in hübsch angucken kann, sollte das hochladen hier nicht geklappt haben.

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Mozzarella-Sticks mit Pesto-Nudeln und Portal 2

Mein täglich Brot – oder, wie meine liebe Großmutter gesagt hätte: Mittagbrot – bestand heute aus einigermaßen leckeren Mozzarella-Sticks mit Nudeln, die angeblich mit Pesto gewürzt auf molekularer Ebene behandelt worden sind und so roter Pampe. So sah es aus:

Zum Nachtisch entdeckten wir diese leckere rote Grütze, bzw. das leuchtend-rote Zeugs, das zu Zeiten meiner Kindheit als rote Grütze verkauft wurde. Lecker, lecker.

Ansonsten war heute in der Bibliothek nichts spektakuläres los. Immernoch werden Horden von Erstsemestern von BibliotheksmitarbeiterInnen durch die Buchwüste geführt, auf dass sie sich dort im Verlaufe des Semesters nicht verlaufen. Es müffelt ja doch immer ein wenig, wenn mal wieder die sterblichen Überreste einer Verdursteten unter dem Regal mit den Grundschulpädagogik-Büchern hervorgeholt wird.
Ich habe heute Nachmittag noch die Note für meine Selbststudieneinheit erfahren. Ich bin zufrieden.

Zur abendlichen Entspannung nach einem lehrreichen Tag empfehle ich übrigens eine Runde Portal 2, das es noch bis morgen, den 7. Oktober, bei Steam im Angebot gibt. Gestern habe ich aufgrund technischer Probleme bei meinem Koop-Spiel-Partner (Spiel startete nicht, neu runterladen half) noch den Singleplayer-Teil gespielt, heute versuchen wir uns dann im kooperativen Spiel. Ich freu mich schon!

Es gibt in Portal 2 auch Katzen, die aus Kisten hüpfen. Wenn das der Schrödinger wüsste…

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