Monatsarchiv: Mai 2013

Lord of the Ringvorlesung

Wie ich nun schon etwa 193mal twitterte, hielt ich gestern Nachmittag um 17:00 Uhr einen Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Schummeln, Cheaten, Regelbruch – Im Grenzgebiet virtueller Spielwelten„. Wie es das Rahmenthema absolut nahelegt, ja sogar zwingend erfordert, sprach ich natürlich über Indie Games. Mit denen vertreibe ich mir derzeit in Vorbereitung auf eine mögliche Dissertation so die Zeit, wenn es im Büro sonst nichts zu tun gibt. Manchmal sogar auf akademischer Ebene.

Grob ging es darum, wie man Indie Games beschreiben kann bzw. anhand welcher Merkmale sie sich von „Mainstream“-Spielen abgrenzen lassen und was so alles damit zusammen hängen könnte. Mein (momentan) eigentliches Interesse, ob und wenn ja wie dabei gemeinschaftsbildende Prozesse stattfinden, die dann eventuell eine Subkultur „Indie Szene“ formen, blieb dabei noch etwas außen vor. Meine Präsentation dazu sah jedenfalls so aus:

Ich selbst sah beim Vortragen so aus:

BildVomVortrag

Und der zugehörige Karl H. Ditze Hörsaal, prall gefüllt mit gespannt lauschenden Vorlesungsteilnehmern, sah so aus:

Ditze Hörsaal

Auch wenn ich vorher ziemlich aufgeregt war, lief der Vortrag selbst ganz okay und kam offenbar auch nicht total schlecht an. Ich habe noch interessanten Input bekommen, den ich mir jetzt mal näher zu Gemüte führen und auf seine Güte überprüfen muss. Insgesamt also ein lohnender Abend. Sogar ein Bier habe ich im Anschluss noch ausgegeben bekommen. Vielen Dank nochmal an den freundlichen Spender…:)

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Ein Schurkenstreich

Zu der heute endenden Pixar-Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe fand ebenfalls heute der Workshop „Ein Schurkenstreich – Zeichenworkshop zur Faszination des Bösen“ statt – und ich war dabei. Mich angemeldet und die 50 Euro Mitmachgebühr bezahlt hatte ich bereits vor vielen Wochen, kurz nachdem ich mit dem Sohnemann in eben dieser Ausstellung war und von den zahlreichen Monster-Entwürfen zum Film „Monster AG“ völlig verzückt war.

Geleitet wurde der Workshop von Verena Braun, einer örtlichen Illustratorin, Autorin und…öhm, Workshopleiterin. Nachdem wir uns alle kurz nach 14:00 Uhr im Foyer versammelt hatten, führte sie uns in die Katakomben und Verliese des Museumsbaus und dort in einen Raum, den innenarchitektonisch gewagt ein massiver Stützpfeiler in zwei Hälften teilte. Links und rechts davon nahmen wir Platz, so dass die eine Hälfte der Workshopgruppe vor ungewollten Einblicken der anderen gut geschützt war. Sehr vorteilhaft bei einem Zeichen-Workshop. Wer will da schon sehen, was die anderen machen?

Von diesen kleinen Unzulänglichkeiten mal abgesehen, was es aber sehr schön. Nach der obligatorischen Vorstellungsrunde („Hallo, mein Name ist Florian, ich bin professioneller Delphindompteur“) schauten wir uns einige berühmte Bösewichte der Filmgeschichte an, um Inspiration zu finden und machten dann ein paar Fingerlockerungsübungen, indem wir einige Workshopteilnehmer abzeichneten. Diese schmissen sich teils extra kostümiert in Pose!

modelleBearb

Leider bestand das Kostüm größtenteils aus einem schweren Umhang, der Falten warf. Und jeder, der eine einigermaßen sadistisch veranlagte Kunsterzieherin in der Schule hatte weiß, dass Faltenwurfstudien der absolute Hass sind. Deswegen habe ich das etwas großzügiger interpretiert.

Anschließend ging es ans Werk: einen eigenen Bösewicht zeichnen. Damit wir da nicht völlig auf dem Trockenen schwammen, hatte Verena ein paar (Trash-)Film-Zusammenfassungen gesammelt, die sich um die dortigen Antagonisten drehten. Meine Aufmerksamkeit erregten dabei die folgenden beiden Textschnipsel:

„Killer Klowns from Outer Space: Demente Clown-Aliens landen auf der Erde und errichten ein Zirkuszelt, um Erdlinge anzulocken.“

und

„Gore-Met Zombie Chef from Hell: Ein uralter Dämon eröffnet ein Restaurant in der Jetztzeit und schlachtet einen Gast nach dem anderen, um ihn dem nächsten Gast zu servieren.“

Ich entschied mich schließlich für den zweiten Bösewicht, den nachhaltig wirtschaftenden Zombie-Dämonen-Koch. Kleine Anmerkung zwischendurch: Filme mit „from“ im Titel sind immer gut. Und hier ist nun mein Ergebnis:

dämonBearbKleinTadaa! Ein fieser Koch-Zombie-Dämon, inklusive Kochmütze und -schürze. Er hat ein Holzbein, weil er das echte Bein in Zeiten von großer Not mal selbst essen musste. Außerdem trägt er immer eine Hand in seiner Brusttasche, falls er die mal jemandem geben muss. Er ist eher kontaktscheu.

Und just, als ich mit ihm fertig war, war der Workshop auch schon wieder vorbei. Ich hatte vielleicht gehofft, noch etwas mehr kreativitätsanregende Techniken zu erfahren. Aber ich finde dieses Zeichnen von (außergewöhnlichen) Filmfiguren, die man zuvor noch nicht gesehen hat, auch schon ganz nett. Vielleicht werde ich mich irgendwann auch mal den Alien-Clowns widmen. Für heute war es aber nur das Koch-Dämonen-Zombie.

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Methoden-Meme

In meiner Funktion als Vertretungs-WiMi an der Hamburger Uni ist in diesem Semester meine Hauptaufgabe die Leitung zweier Seminare zu den Methoden der Kommunikationsforschung. Das heißt, wir gehen parallel zur ebenfalls stattfindenden Vorlesung die verschiedenen Methoden durch und die SeminarteilnehmerInnen wenden dann eine davon nach Wahl in eigenen Forschungsprojekten zu Übungszwecken an.

Um das ganze optisch etwas aufzupeppen habe ich mir angewöhnt, meine Folien dabei durch ein paar angepasste mehr oder weniger bekannte Internet-Meme zu würzen. Abgeguckt habe ich mir das bei Jan Schmidt, der das mitunter ähnlich macht. Und die wollte ich hier einfach mal sammeln, um das Ganze ganze Mem-typisch zu verbreiten und andere zum Nachmachen anzustiften.

Den Anfang machte in der ersten Sitzung zum ganz allgemeinen Zustandekommen und Aufbau eines Forschungsvorhabens ein guter alter Cartoon von Joscha Sauer, der sich mit dem Thema des wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses auseinandersetzt:

Wissenschaft

Das Bild ist übrigens von hier.

In der nächsten Sitzung zum Thema Messung und Skalen kam dann natürlich Boromir aus der Lord of the Rings-Verfilmung zum Einsatz. Den Dummy dazu findet man beispielsweise hier oder in verschiedenen Meme-Generatoren, der Text lässt sich dann mit Gimp oder Photoshop selbst reinbasteln. Bei mir sah das thematisch passende Ergebnis dann so aus:

Boromir

Und um die Studenten zur Mitarbeit anzuregen, ist mitunter göttliche Intervention von Nöten. Auch hier gibt es verschiedene Generatoren, die das grundlegende Bild zur Verfügung stellen. Etwa hier. Mitunter ist da etwas Beschneidungsarbeit nötig.

Zeus

In der dritten Sitzung ging es endlich um die erste eigentliche Methode: die Befragung. In all ihren Farben und Formen. Je nach Ausführung wird da ja von Forscherseite aus manchmal mit Incentives, also Anreizen zum vollständigen Ausfüllen, gearbeitet.  Und bei diesem Thema drängt sich ein bestimmtes Mem geradezu auf, das die Funktion eines Incentives beinahe in Perfektion vorführt…

cake

…auch wenn die Auflösung am Ende forschungsethisch vielleicht etwas fragwürdig ausfällt:

the-cake-is-a-lie

Die Bilder stammen jeweils von hier und hier.

In der vierten Sitzung kamen wir auf die Methode zur Erforschung der eigentlichen Medieninhalte zu sprechen: die Inhaltsanalyse. Hier fiel es mir zugegeben etwas schwer, ein passendes Bild zu finden, so dass schließlich der Philosoraptor herhalten musste und gleich noch ein wenig Fernsehkritik anbringen konnte:

philosoraptor_inhaltsanalyse

Auch den gibt es vielfach ohne störende Beschriftung im Netz (hier etwa), die man dann selbst einfügen kann.

In der bisher letzten Sitzung geht es dann um diejenigen, die man eigentlich beforschen möchte, nämlich Grundgesamtheiten und Stichproben. Für mich DIE Gelegenheit, auch mal meine Vorliebe für die großartige Serie „Futurama“ zum Ausdruck zu bringen und Dr. Zoidberg, den besten Arzt der Galaxis, ins Seminar einzuführen. Das zu Grunde liegende Bild könnte von hier stammen.

Zoidberg_Sample

Glücklicherweise ist der Doktor nicht das einzige Cast-Mitglied von Futurama, das es zu Mem-Ehren gebracht hat. Auch Fry darf da nicht fehlen und bietet sich wunderbar als Rausschmeißerfolie an. Etwa von hier.

Fry

Das waren bisher alle Seminartermine. Mal sehen, was mir für die nächsten (Experiment, Beobachtung, Datenauswertung und so weiter) noch schönes einfällt. Ich werde es auf jeden Fall mal weiter sammeln. Meme sind schließlich dafür da, angewendet zu werden.

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