#Berlin

Ich war heute in der deutschen Hauptstadt, um dort mein gebrauchtes Kind gegen ein neues Fahrrad einzutauschen. Wobei dazu gesagt werden sollte, dass das Rad eigentlich nur für mich neu ist, in Wirklichkeit und zumindest in Teilen jedoch schon 20 Jahre auf der Rahmenquerstange hat. Umso erstaunlicher, in was für einem makellosen Zustand es sich befindet. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an den großzügigen Spender.
Ich habe besagtes Rad dann auch gleich dazu genutzt, ein wenig durch die Stadt zu fahren und alle touristischen Hotspots in Bahnhofsnähe einmal abzuklappern. Ich habe Beweise gesammelt:

Ganz links sieht man irgend einen Dom, glaube ich. Der ist jetzt meines Wissens nicht wirklich eins der großen, bekannten Wahrzeichen Berlins, aber ich fand ihn ganz hübsch und er war halt da. Deshalb habe ich ihn fotografiert. In der Mitte dann die bundesdeutsche Kompetenzzentrale, der Reichstag mitsamt begehbarer Glaskuppel. Kennt man ja. Habe kurz überlegt, ob ich auch mal da hoch gehen sollte, war mir dann aber nicht sicher, ob ich mein Fahrrad unbeaufsichtigt vor einem Gebäude stehen lassen sollte, in dem mehrheitlich Menschen arbeiten, die hauptberuflich anderer Leute Geld verbrennen. Rechts daneben dann das Brandenburger Tor. Auch nicht so unbekannt und scheinbar ein Hotspot für verkleidungswillige Studenten(?), die dort gegen Spenden und in verschiedenste Kluften gehüllt für Touristenfotos posieren. Ich habe zum Beispiel mehrere Offiziere des Warschauer Paktes, der Alliierten oder auch – nicht völlig unpassend – Darth Vader entdeckt.

Beim Fernsehturm war ich natürlich auch. Ich kenne mich ja in Berlin nicht besonders gut aus. Also eigentlich überhaupt gar nicht. Aber ich habe das Gefühl, der Fernsehturm ist sowas wie die Speerspitze der Elends-Viertel…

Etwas aufregender wurde es dann kurz vor der Rückreise am Bahnhof, wo ich aufgrund polizeilicher Ermittlungen nicht wie geplant zu meinem Gleis gehen konnte. Später wurde dann auch großräumig mit undurchdringlichem, rot-weißem Absperrband ein Gebiet über mehrere Etagen des Hauptbahnhofs evakuiert, in dessen Mitte man einen herrenlosen Rollkoffer finden konnte. Klare Sache, eine potenzielle Bombe. Nach einer geschätzten viertel Stunde wagten sich dann die ersten Sprengstoffspürhunde und Bombenentschärfungsroboter an den Ground Zero, wie man auf dem Bild in der Mitte erkennen kann. Nach fachmännischem Riechen, Hören und Tasten und kontinuierlichen Handy-Gesprächen mit irgend einer Autorität wurde der Rollkoffer offenbar als harmlos erkannt (so harmlos alte Unterwäsche eben sein kann) und kurzerhand weggerollt. Gefahr gebannt! Supergrobi hätte es nicht besser machen können.
Die Rückfahrt verlief noch ereignisloser…

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