Monatsarchiv: März 2012

100 Mittagessen

In letzter Zeit ist es ja hier wieder etwas stiller geworden, da ich meine Schreibenergie vorrangig in die Fertigstellung meiner Magister-Arbeit stecken musste – wobei ich übrigens leicht überrascht war zu erfahren, dass ich tatsächlich eine Magister-Arbeit schrieb, und keine Master-Arbeit, wie ich immer dachte. Mir ist auch nicht ganz klar, was der Unterschied zwischen den beiden ist, und es ist mir eigentlich auch völlig egal. Hauptsache, ich bin endlich fertig.

Bevor ich die eigentliche Arbeit aber hier auswerte, heute erst mal eine Auswertung der etwas anderen Art. Denn wie der ein oder andere Leser sicherlich mitbekommen haben dürfte, habe ich immer mal meine Mittagessen fotografiert, die ich im Laufe des Entstehungsprozesses der Arbeit verspeist habe. Insgesamt waren das am Ende 101 Bilder, aus denen ich eine 10×10-Bilder-Collage gebastelt habe (der Mathematiker wird es merken: Ein Bild – das letzte – ist übrig geblieben). Und hier ist sie:

Sehr interessant und aufschlussreich, wie ich finde. Anfangs bestimmen noch die Mensaessen das Bild, das war so die Zeit der Literaturrecherche und so, in der ich viel in der Bibliothek war. Dazwischen ab und zu mal ein paar Essen auf dem Gebeseer Tisch, als ich mich bei meinem Herrn Vater durchgefressen habe. Und zum Ende hin dann eine massive Junkfood-Konzentration in Form von Pizzen und asiatischen Fertignudeln. Das war die Zeit, in der ich dann zuhause hockte und im Wahn irgendwelchen Unsinn zu digitalem Papier brachte. Das war dann das, was ich gestern in gebundener Form abgegeben habe.

So, das werde ich mir dann in der nächsten Zeit dann alles wieder abhungern müssen…

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#Spam 2

Ich habe gestern Abend wieder mal eine wunderschöne Spam-Mail bekommen, die ich so lustig fand, dass ich sie hier präsentieren möchte. Ich empfinde ja mitunter viel Freude beim Lesen dieser Art Mails, die meist wirken, als wären sie mit dem Google Translator von Kantonesisch nach Portugiesisch, anschließend ins Englische und wieder zurück nach Kantonesisch und dann nochmal nach Englisch übersetzt worden. Wenn man Glück hat, sind dann zufällig auch ein paar deutsche Wörter da rein geraten. Außerdem appelieren sie fast immer an das menschlichste aller Gefühle: Gier. Ich finde, da könnten sich die Spam-Mail-Autoren (gibt’s das eigentlich als Beruf?) ruhig mal etwas psychologisch elaborierteres ausdenken.

Die Mail von gestern lockte mit einer Betreffzeile mit dem Inhalt „Arbeitsangebot“, was ja nun derzeit besonders in meinem Fokus steht und mich noch extra neugierig machte. Folgendes stand nun drin:

Arbeit für Dich!

Gut bezahlte Arbeit
Wir bieten Dir sehr gute Verdienstmöglichkeit!
Mit uns wirst Du einfach von 4.000 bis 8.000 Euro im Monat verdienen.
Es gibt die Möglichkeit, die Arbeit bei uns mit Deinem jetzigen Job zu vereinbaren! Für diese Arbeit wirst Du nicht mehr als 2-3 Stunden pro Tag 1-2 Mal in der Woche aufwenden. Für jeden ausgeführten Auftrag, der bei Dir nicht mehr als 3 Stunden in Anspruch nehmen wird, wirst Du von 400 bis 1.600 Euro verdienen.

   Deine Arbeit wird darin bestehen:

1. Wir überweisen auf Dein Bankkonto von 2.000 bis 8.000 Euro.
2. Sobald die Überweisung Deinem Konto gutgeschrieben wurde, hebst Du das Geld ab.
3. Du hast schon 20 % von dem überwiesenen Betrag verdient! 400-1.600 Euro behältst Du für Dich!
4. Den restlichen Betrag übermittelst Du uns.
5. Wir führen die nächste Überweisung auf Dein Bankkonto durch.
 

Die Beträge und die Anzahl der Überweisungen können beliebig sein, alles hängt nur von Deinen Möglichkeiten und von Deinem Wunsch ab! Diese Tätigkeit ist absolut legal und verletzt keine Gesetze Deutschlands und der Europäischen Union.
 
Wenn Du bereit bist, das Geld zu verdienen, schreibe uns eine e-Mail: de@hein-gruppe.com. Wir setzen uns in kürzester Zeit in Verbindung mit Dir und beantworten Deine Fragen.
 
Beeile Dich, die Anzahl der Stellenangebote ist begrenzt!

Toll, was? Geldwäsche als Nebenjob! Es ist sogar einigermaßen akzeptables Deutsch. Besonderes Highlight ist für mich ja der Absatz direkt nach den Jobanforderungen. Man liest sie durch und denkst so: „Moment, das ist doch…Geldwäsche, oder?“, um dann im nächsten Abschnitt glaubhaft versichert zu werden, dass diese Tätigkeit „absolut legal“ sei und keinerlei Gesetze verletze. Na, dann ist ja alles in Ordnung, wenn das in dieser e-Mail steht. Ich glaube, man nennt das „suspiciously specific denial„.
Die angegebene Webseite http://www.hein-gruppe.com gibt es übrigens nicht (mehr) und die Spam-Masche ist offenbar auch nicht neu. Aber lustig fand ich es trotzdem.

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