#Hamburg

Nach über einem Monat Funkstille ist es wohl mal wieder an der Zeit, eine Kleinigkeit in mein Blog zu schreiben. Zumal es sogar etwas mehr zu erzählen gibt als sonst, denn ich verbrachte die letzte Woche in der Stadt, in der wir vermutlich in nicht all zu ferner Zukunft alle wohnen werden. In Hamburg.

Zwischen dieser Hamburg-Woche und dem letzten Blog-Post lagen auch noch so Nebensächlichkeiten wie Silvester, Weihnachten und mein 30. Geburtstag, aber das nur am Rande. Es wurde alles gut überstanden.

Was mich nach Hamburg verschlug war zum einen natürlich die Neugier auf die Stadt selbst und was meine Freundin dort so treibt und zum anderen die Aussicht auf Interviews mit Marketingprofis für meine MA-Arbeit. Zwei davon habe ich auch erwischt, und dazu konnte ich mich noch mit Sebastian Deterding treffen und über Gamification, Foursquare und andere Dinge plaudern. Außerdem habe ich mal das Büro meiner Freundin von innen gesehen und wurde auch sonst in alle wichtigen Stadtgeheimnisse eingeweiht.

Los gings mit einer erstaunlich unspektakulären Bahnfahrt, bei der nur ein einziger Zug Verspätung hatte und diese wirkte sich nicht mal negativ auf den Anschlusszug aus. Dafür war ich offenbar mit einem dieser Kuschel-Werwölfe aus Twilight in einem Abteil…

Habe ich mich eigentlich schon ausreichend darüber echauffiert, was diese unsägliche Stephenie Meyer mit ihren in religiösem Wahn geschriebenen Kuschelvampir-Schmonzetten und den entsprechenden Filmen, für die ich sie natürlich ebenfalls direkt verantwortlich mache, dem Vampir- und Werwolf-Mythos angetan hat? Degradiert zu im Sonnenlicht funkelnden Emo-Teenies und Lassie-haften Knuddelhündchen fristen diese altehrwürdigen Horrorliteratur-Kreaturen in den Köpfen der meisten heutigen Jugendlichen doch sicher ein völlig unwürdiges Dasein. Es ist so traurig, ich könnte ein deprimierendes Indie-Rock-Lied darüber schreiben. Ich schweife ab…

Montag Mittag kam ich dann beinahe pünktlich am Hamburger Bahnhof Dammtor an und wurde durch die in der Nähe liegenden Gefilde der Hamburger Uni geführt, wo ich dann auch die meiste Zeit der nächsten Tage verbringen und in der Bibliothek Interviews transkribieren sollte. Mittag gab es immer in einer der zahlreich vorhandenen Mensen, die ich alle empfehlen kann.

So, ein bisschen Sight-Seeing: Oben zu sehen ist der Hygieia-Brunnen im Innenhof des Hamburger Rathauses. Nicht weiter spektakulär, hat aber besser auf das Bild meiner Handy-Kamera gepasst als das Rathaus selbst. Das ist nämlich ziemlich groß. Es hat auch einen Balkon, und ich musste mich fragen, ob die Mannschaft des HSV wohl jemals wieder dort stehen und sich für irgend etwas feiern lassen wird.

Hier ein Bild der berühmten Hamburger Speicherstadt, durch die ich auch einmal gestreift bin. Hübsch, hübsch, aber nichts gegen die wunderschöne…

…Baustelle der Elbphilharmonie! Ein wahrer Prachtbau. Vor der Universität stand übrigens eine Schuldenuhr der Stadt Hamburg, die zum Zeitpunkt meines Blicks darauf auf 25 Mrd. € Schulden stand. Zum Vergleich dazu stand drunter das Vermögen der reichsten Hamburger, beziffert mit 123 Mrd. €. Aber das hat natürlich fast nichts mit dieser hübschen Bauruine zu tun…

Da war ich leider nicht drin, aber ich bin einmal drumrum gelaufen: Das Glashaus des Spiegel.

Und ja! Auch in Hamburg gibt es einen Hauch Erfurt. Und zwar auf einem der Bibliotheks-Schließfächer, die dort nämlich neben Nummern auch noch Namen haben. Der Grund dafür ist vermutlich, dass es hier keine Schlüssel gibt, mit dessen Hilfe man die Nummer seines Schließfachs problemlos recherchieren könnte. Statt dessen gibt man hier nach dem Zuklappen der Tür einen vierstelligen Pin ein, drückt einen Knopf und kann dann zuschließen. Zum Aufschließen muss man den möglichst gleichen Pin wieder eintippen, wieder einen Knopf drücken und kann dann aufschließen. Das erfordert schon eine gewisse kognitive Kapazität, denn man muss sich sowohl Pin als auch passendes Schließfach merken. Auch eine Art Hochschulzugangsbeschränkung…

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Gamification, MA-Arbeit, Wichtige Sachinformationen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s