Techniksterben

Meine Rechner verlassen mich.
Bisher hatte ich auf dem Schreibtisch einen Desktop-Rechner, den ich von meinem Vater geerbt hatte, nachdem dieser in die Fänge des Steve Jobs geraten war und nur noch Dinge mit einem angebissenen Apfel drauf ins Haus ließ. Und ich hatte einen Laptop, den ich ebenfalls von meinem alten Herrn vererbt bekam, der sich völlig unverständlicherweise bisher aber noch kein MacBook als Ersatz gekauft hat.
Nun hat jedenfalls Mitte der Woche mein Desktop mit einem hübschen Bluescreen den Dienst quittiert. Nach ein wenig Rumprobiererei tippe ich hier auf ein Versagen der Grafikkarte, zu der ich jedoch leider keine Alternative besitze. Aber okay, der Rechner war ohnehin meist nur die Entertainment-Maschine, da gibt’s nun also keine Musik, keine Filme und keine Spiele mehr. Damit kann ich – zumindest eine kurze Zeit – leben. Besonders dumm an der Sache – außer der ganzen Sache an sich – war natürlich, dass ausgerechnet an diesem Wochenende die Beta-Phase für „Star Wars – The Old Republik“ stattfand, ich von GameStar einen Beta-Key bekommen hatte, mir extra den etwa 20GB großen Client heruntergeladen hatte und ich nun nicht eine Sekunde spielen konnte.
Nun hat gestern abend mein Laptop ebenfalls gemeint, mir mit einem unverständlichen Fehlermeldungs-Bluescreen eine gute Nacht wünschen zu müssen. In diesem Fall tippe ich auf irgend ein Problem mit der Festplatte. Nach sehr professionellem Rumgefummel meinerseits hat er es nun aus irgend einem Grund doch mal geschafft, komplett und ohne Fehlermeldung hochzufahren. Er läuft also gerade, und ich schreibe daran. Ich traue mich aber nicht, ihn wieder auszuschalten. Immerhin muss ich ja an irgend einem Gerät meine MA-Arbeit schreiben, meine Texte lesen und die Zeichnungen bearbeiten, die in Auftrag gegeben wurden. Und meine Minecraft-Präsentation für das Spiel-Film-Festival muss ich auch noch machen. Außerdem sind meine ganzen wichtigen Daten hier drauf. Zwar sind die teilweise nochmal extern und in der Wolke gesichert, aber blöd wäre ein Verlust trotzdem. Ich bin ja normalerweise ein großer Freund von Technik und Gadgets jeder Art, aber wenn sie nicht funktioniert, ist das irgendwie Mist…

Der Vollständigkeit halber: Wir waren gestern, wie schon fast traditionell vor Weihnachten, großfamiliär Klöße essen. Es gab auch Geburtstage zu feiern, einer davon sogar ganz frisch. Ich bin also seit gestern so eine Art Onkel eines noch namenlosen Mädchens.

Diese arme, alte Frau muss den ganzen Tag draußen vor der Gaststätte stehen und ein Tablett mit Thüringer Klößen festhalten. Sowas würde man selbst in Guantanamo als menschenunwürdige Behandlung bezeichnen. Und die Klöße sind auch noch kalt.

Das war dann schließlich mein Essen: Rindergulasch mit Rotkohl und zwei Klößen. Es war wirklich ausgesprochen lecker und auch extrem sättigend.

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3 Kommentare

Eingeordnet unter Digitalisierung, MA-Arbeit, Mensa

3 Antworten zu “Techniksterben

  1. Das du mich immer so ärgern musst. Du weißt doch, dass es hier keine Klöße gibt! Ich schick dir bei Gelegenheit mal meine Adresse, dann kannst du das wieder gut machen.

  2. Hm, du bist Onkel…Ich vermute schon länger, dass Christoph mir was verheimlicht..Falls du für's Arbeiten nen Laptop brauchst, kann ich dir einen leihen. Der ist nicht gut und nicht schnell, aber er funktioniert. Ungefähr 4 Jahre alt.

  3. Flo

    Sehr lieb von dir. Chris hat mir auch schon ähnliches angeboten. Ich werde darauf zurück kommen, wenn hier gar nichts mehr geht. Momentan läuft er, und ich werde ihn vorerst nicht wieder ausschalten…

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