Monatsarchiv: November 2011

Tag 4

Ich war nicht in der Mensa. Um den heutigen, offiziellen „Tag des klingonischen Essens“ würdig zu begehen, habe ich mir ein Fass des besten Blutweins geöffnet und die letzten Reste wimmelnden Gaghs aus diesem Feuchtbiotop zwischen Badewanne und Waschmaschine herausgekratzt und zum Mittag gegessen.

Das Besteck liegt übrigens nur als eine Art Auswuchs von Sozialer Erwünschtheit da, ich habe selbstverständlich ausschließlich mit meinen Fingern gegessen. In diesem Sinne: ‚IwlIj jachjaj.

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Tag 3

Heute nur ganz kurz: Es gab Vollkornnudeln mit Hackfleischsoße und Parmesan, dazu rote Grütze und Vanillepudding im Mix. Nichts aufregendes, aber die restlichen Menüangebote waren noch schlimmer. Beispielsweise Kassler Hawaii. Ich weiß ja nicht, wer auf die Idee gekommen ist, erwärmte Ananas sei ein genießbares Essen, aber ich kann das auf keinen Fall nachvollziehen.

Mein Laptop läuft auch immernoch. Sonst könnte ich das ja auch gar nicht schreiben.

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Tag 2

Ich zähle ab heute in den Posttiteln die Tage, die der Laptop nun am Stück läuft, weil ich es nicht wage, ihn auszuschalten. Den zweiten hat er schon fast geschafft.
Mensaessen gab es heute leider nicht, weil ich wieder mal im ICS Spawnpoint war, um weitere Vorbereitungen für das Spiel-Film-Festival zu treffen. Und weil dort nette Menschen sind. Es werden übrigens noch, ähnlich wie bei Aktenzeichen XY ungelöst, Personen gesucht, die Lust haben, mit uns am Wochenende Machinimas zu kreieren. Voraussetzungen: Minimum 16 Jahre an Alter und die Bereitschaft, 15 Euro für die Verpflegung abzudrücken. Also, falls einer der Leser Interesse hat, einfach dem Link oben folgen.
Mittag gabs wieder beim Fleischer umme Ecke:

Es handelt sich dabei, falls man es nicht gleich erkennt, um Gulasch mit Nudeln, dazu ein Weizkrautsalat. Die Portion war größer, als sie aussieht und hat sehr gesättigt. Deshalb habe ich auch noch kein Abendbrot gegessen.

Als ich heute nach Hause kam, überraschte mich dann dieser Gewinnspiel-Adventskalender von unserem Wohnungsverwalter. Das klingt zwar erstmal nicht schlecht, ist aber eine absolute Frechheit. In den letzten beiden Jahren gab es immer einen kleinen Stollen und einen 20-Euro-Gutschein für den Thüringen Park. Ich verlange meinen Stollen und meinen Gutschein! Ich wohne hier schließlich, da kann ich das schon als Selbstverständlichkeit seitens des Vermieters erwarten. Eine Sauerei…

Oh! Und ich habe den ersten Weihnachtskarten-Zeichen-Auftrag abgeschlossen. One to go…

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Techniksterben

Meine Rechner verlassen mich.
Bisher hatte ich auf dem Schreibtisch einen Desktop-Rechner, den ich von meinem Vater geerbt hatte, nachdem dieser in die Fänge des Steve Jobs geraten war und nur noch Dinge mit einem angebissenen Apfel drauf ins Haus ließ. Und ich hatte einen Laptop, den ich ebenfalls von meinem alten Herrn vererbt bekam, der sich völlig unverständlicherweise bisher aber noch kein MacBook als Ersatz gekauft hat.
Nun hat jedenfalls Mitte der Woche mein Desktop mit einem hübschen Bluescreen den Dienst quittiert. Nach ein wenig Rumprobiererei tippe ich hier auf ein Versagen der Grafikkarte, zu der ich jedoch leider keine Alternative besitze. Aber okay, der Rechner war ohnehin meist nur die Entertainment-Maschine, da gibt’s nun also keine Musik, keine Filme und keine Spiele mehr. Damit kann ich – zumindest eine kurze Zeit – leben. Besonders dumm an der Sache – außer der ganzen Sache an sich – war natürlich, dass ausgerechnet an diesem Wochenende die Beta-Phase für „Star Wars – The Old Republik“ stattfand, ich von GameStar einen Beta-Key bekommen hatte, mir extra den etwa 20GB großen Client heruntergeladen hatte und ich nun nicht eine Sekunde spielen konnte.
Nun hat gestern abend mein Laptop ebenfalls gemeint, mir mit einem unverständlichen Fehlermeldungs-Bluescreen eine gute Nacht wünschen zu müssen. In diesem Fall tippe ich auf irgend ein Problem mit der Festplatte. Nach sehr professionellem Rumgefummel meinerseits hat er es nun aus irgend einem Grund doch mal geschafft, komplett und ohne Fehlermeldung hochzufahren. Er läuft also gerade, und ich schreibe daran. Ich traue mich aber nicht, ihn wieder auszuschalten. Immerhin muss ich ja an irgend einem Gerät meine MA-Arbeit schreiben, meine Texte lesen und die Zeichnungen bearbeiten, die in Auftrag gegeben wurden. Und meine Minecraft-Präsentation für das Spiel-Film-Festival muss ich auch noch machen. Außerdem sind meine ganzen wichtigen Daten hier drauf. Zwar sind die teilweise nochmal extern und in der Wolke gesichert, aber blöd wäre ein Verlust trotzdem. Ich bin ja normalerweise ein großer Freund von Technik und Gadgets jeder Art, aber wenn sie nicht funktioniert, ist das irgendwie Mist…

Der Vollständigkeit halber: Wir waren gestern, wie schon fast traditionell vor Weihnachten, großfamiliär Klöße essen. Es gab auch Geburtstage zu feiern, einer davon sogar ganz frisch. Ich bin also seit gestern so eine Art Onkel eines noch namenlosen Mädchens.

Diese arme, alte Frau muss den ganzen Tag draußen vor der Gaststätte stehen und ein Tablett mit Thüringer Klößen festhalten. Sowas würde man selbst in Guantanamo als menschenunwürdige Behandlung bezeichnen. Und die Klöße sind auch noch kalt.

Das war dann schließlich mein Essen: Rindergulasch mit Rotkohl und zwei Klößen. Es war wirklich ausgesprochen lecker und auch extrem sättigend.

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Der Troll


Nachdem ich mich am letzten Wochenende dem Thema Spam gewidmet hatte, soll es heute wieder um ein Internet-Phänomen gehen: den Troll. Nun ist der Troll an sich ja eher bekannt aus der nordischen Mythologieoder John Ronald Reuel Tolkiens „Herr der Ringe“-Romanen. Es gibt ihn aber bekanntlich auch im Internet, wo er sich überwiegend in Foren, Kommentarbereichen oder sonstigen Gelegenheiten der gepflegten Diskussion herumtreibt. Mit seinem mythologischen Verwandten gemeinsam ist ihm dabei eine gewisse Unbeliebtheit aufgrund seines ungeselligen Wesens. Im Netz ist der Troll ein Störer und Provokateur, dessen einziges Ziel es ist, einer konstruktiven Diskussion im Wege zu stehen. Sascha Lobo hat zu diesem ganzen Thema auf der diesjährigen re:publica einen netten, einstündigen Vortrag gehalten.

Nun haben sich mein Herr Bruder und ich neulich gefragt, woher die Bezeichnung Troll für einen solchen Diskursdestruktor eigentlich kommt. Laut Wikipedia stammt sie vom englischen Wort Trolling, was eine bestimmte Technik des Fischens mit einer Schleppangel bezeichnet, bei der die Köder langsam durch das Wasser gezogen werden. Die Betonung liegt hier also auf dem Aspekt des Köderns anderer Diskussionsteilnehmer mit unpassenden Aussagen, die von der eigentlichen Sache ablenken und möglichst erboste und unsachliche Antworten provozieren soll.
Zum ersten Mal verwendet wurde der Begriff in diesem Sinne, wieder laut Wikipedia, im Jahr 1990 in der Newsgroup alt.folklore.urban, wie man in diesem Buch nachlesen kann. Dort wurde beispielsweise in einer Diskussion zu Star Trek die lustige Frage gestellt: „Are there any technical advisors working on this show? Do they really think that objects cast shadows in a vacuum? I know zip about physics, but even I could spot that one“ (S. 39). Prinzipiell machten sich die Mitglieder der Newsgroup ein Spiel aus dem „trolling for newbies“, indem sie schwachsinnige Aussagen posteten und dann zusahen, wie sich die Newbies – also die Neulinge – selbst durch beleidigende oder echauffierte Antworten als solche entlarvten.

Nun hatte mein Bruder jedoch eine ganz andere, selbstständig hergeleitete Etymologie des Internet-Trolls entwickelt. Er sah dessen Ursprung nämlich in einem meiner liebsten Computerspiele aller Zeiten, „The Secret of Monkey Island“. Dort hat nämlich ein Troll einen denkwürdigen Auftritt.


Der Troll bewacht eine Brücke und verlangt einen Wegzoll von Guybrush, also der Spielfigur, ohne den dieser nicht passieren darf. Man könnte hier noch auf die Parallelen zum Monty Python-Klassiker „Monty Python And The Holy Grail“ hinweisen, in dem ebenfalls eine Brücke bewacht wird und an anderer Stelle der Weg mit den Worten „None Shall Pass!!“ versperrt bleibt. Darum geht’s hier aber gar nicht. Es geht um den Troll, der auch hier den gesitteten Verlauf des Spiels durch eine sinnlose, weil von der Handlung unmotivierte Brückensperrung sabotiert. Die Lösung des Rätsels trägt ihr übriges zu dieser Interpretation bei. Der Troll verlangt nämlich von Guybrush als Brückenzoll „an item that is distracting but of no real purpose to anyone“.


Einen roten Hering. So bezeichnet man, besonders in seiner englischen Originalform des „red herring“ eine Art Ablenkungsmanöver. Beispielsweise in Krimis einen vermeintlich wichtigen Hinweis, der jedoch in Wahrheit keinerlei Bedeutung hat. Das Interessante daran: Auch im Netz hat sich die Gewohnheit entwickelt, auf den Post eines Trolls mit einem ASCII-Hering zu reagieren. Als Antwort auf seine Provokation erhält er dann statt der von ihm gewünschten Reaktionen nur das hier: <°)))o><

Es heißt zwar eigentlich „Don’t feed the Troll!“, also gebt ihm nicht die Befriedigung, die er möchte. Aber ein Stück Fisch scheint okay zu sein. Parallelen zu Monkey Island sind also durchaus vorhanden. Auch zeitlich sind diese nicht von der Hand zu weisen. Die Newsgroup begann angeblich im Jahre 1990 mit der Verwendung der Bezeichnung „Troll“, Monkey Island erschien im Oktober 1990. Und wenn schon das Wort selbst nicht von Monkey Island inspiriert wurde, so ist es die Reaktion auf einen Troll, ihn mit einem roten Hering zu füttern, ganz bestimmt.

Übrigens: Wenn der Troll im Spiel dann den Fisch frisst, nimmt er seine Maske ab (er ist nämlich gar kein echter Troll) und darunter sieht er aus wie George Lucas.

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Tag der Tagung

An diesem Wochenende, genauer gesagt heute und morgen, findet die Tagung „Zwischen Partizipationskultur und Selbstausbeutung“ statt, die vom Promotionskolleg ComDigMed der hiesigen Universität organisiert und veranstaltet wird. Und weil ich ihnen dabei ein bisschen beim Erstellen der Tagungs-Homepage geholfen habe, durfte ich auch hin, ohne etwas dafür bezahlen zu müssen.

Hier oben sieht man übrigens die beeindruckende Örtlichkeit, in der die Tagung stattfindet, das Coelicum der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt.

Da die Tagung zum einen noch läuft und ich zum anderen ohnehin nicht alles sehen kann, weil ich heute Nachmittag das Kind abholen und betreuen durfte und wir morgen zum Mittagessen außerhalb geladen sind, werde ich mich mit einer Dokumentation der einzelnen Vorträge zurückhalten. Sie waren jedoch alle sehr interessant, wenn mir auch für meine MA-Arbeit bisher noch keine Anknüpfungspunkte aufgefallen sind, die sich jetzt zwingend aufdrängen würden. Besonders beim Vortrag von Jakob von Weizsäcker, der sich weitestgehend mit der Eurokrise und möglichen Wegen aus dieser beschäftigte, fällt es mir schwer, einen Zusammenhang zu meinem Forschungsgebiet zu finden. Oder zu sonst irgend einem Forschungsgebiet, das auf dieser Tagung im Mittelpunkt steht.
Auf jeden Fall durfte ich nun endlich mal Jan Schmidt, quasi den Chef meiner Freundin, kennenlernen. Er hält nämlich morgen die Abschlusskeynote. Und meine Freundin und ich haben sogar – als hard bloggin‘ scientists – jeder einen tollen Button für unsere Blogs bekommen. Ich habe ihn natürlich auch gleich fotografiert und nun hier rechts am Rand eingefügt. Mir ist selbstredend klar, dass es auch eine optisch ansprechendere Grafik gibt, die man sich auf der entsprechenden Webseite besorgen kann. Aber das kann ja jeder. Den echten, greifbaren Anstecker hat aber nicht jeder. Muha!

Mittag gab es heute auch wieder. Aufgrund seiner Nähe zum Domplatz waren wir wieder mal im Double B, wo ich Hackbraten mit Zwiebelsoße, grünen Bohnen und Bratkartoffeln aß. Also nichts mit meiner Veggie-Woche. Ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten. Ich brauchte Fleisch. Fleisch! FLEISCH!

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Veggie-Woche

Ich habe meine Veggie-Woche fortgesetzt. Die Mensa bot mir dafür wieder alle Möglichkeiten, denn dort läuft momentan eine Art Sonderaktion, die täglich zwei statt wie gewohnt nur ein vegetarisches Essen verspricht. Das ist natürlich super wie einen Karnivoren wie mich.

Es gab dann also für mich ein Blumenkohl-Käse-Medaillon an Petersiliensauce, dazu Butterkartoffeln und eine Beilage. Wobei ich mich die ganze Zeit während des Essens fragte, was eigentlich Blumenkohl-Käse ist und ob er wohl hergestellt wird, indem man die Kühe mit Blumenkohl zwangsernährt. Bisher bin ich zu keiner Lösung gekommen. Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass es auch Blumenkohlohren gibt. Vielleicht ist Blumenkohl-Käse also auch ein kampfsporterprobtes Milchprodukt, über dessen Herkunft man im Sinne seiner eigenen Gesundheit lieber keine ungeprüften Vermutungen anstellen sollte.

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