Judgement Day

Skynet übernimmt die Kontrolle über unsere vernetzte Technik. Und es will, dass wir MDR Sputnik hören. Dieser Eindruck drängt sich zumindest seit gestern auf, wenn man das digitale Radio in der hiesigen Küche einschaltet. Dann hört man nämlich entweder gar nichts, oder eben MDR Sputnik. Unabhängig davon, welchen Sender man ursprünglich eingestellt hat.
Deshalb haben wir, solange der Herd noch gehorcht und bevor die Maschinen nun endgültig ihre Gewaltherrschaft über die Erde etablieren, noch einmal ein leckeres Essen selbstgekocht. Es gab Nudeln mit einer Lauch-Schinken-Beilage-Melange. Sehr lecker! Das Rezept dafür gibt es irgendwo im Internet, konkreter kann vielleicht der eigentliche Koch werden…

Für meine MA-Arbeit lese ich gerade das Buch „Gamification by Design“ von Gabriel Zichermann und Christopher Cunningham. Es ist ein schreckliches Buch, aber darauf werde ich in einem späteren Blogpost mal eingehen. Heute möchte ich ein bisschen zu einem anderen Thema jammern: digitale Bücher. Ich lese das Buch in seiner digitalen Form auf meinem Laptop. Und normalerweise bin ich ein großer Freund der Möglichkeiten, die eBooks bieten können. Aber 210 Seiten auf einem Notebook-Display zu lesen, ist ziemlich anstrengend. Blöderweise hat mich der eBook-Reader, der mir mal zu Testzwecken zur Verfügung stand (es war glaube der PRS-505 von Sony), auch nicht überzeugt. Deshalb hier ein paar kleine Anregungen, die mir bei der Digitalisierung von Büchern noch fehlen, bevor ich es richtig toll finde:

Es sollte ein einheitliches Format für eBooks geben, damit sie unabhängig von Dateiformat, sei es *.pdf, *.epub oder sonstewas, auf jedem Display gleich aussehen. Ich hatte zum Beispiel das Problem, dass die *.pdf-Texte aus meinem Studium auf dem Display meines Readers oft völlig zerpflückt und zerstückelt aussahen und sehr schlecht lesbar waren.

Man sollte auf den E Ink-Displays ähnlich wie etwa auf dem iPad Anmerkungen und Hervorhebungen im Text machen können und im Idealfall auch Verknüpfungen zu anderen Textstellen hinzufügen können (wozu sind die Bücher schließlich digital?) Das ist bei Belletristik vielleicht nicht so wichtig, bei Sach- und Fachbüchern jedoch unerlässlich.

Digitale Bücher sollten wesentlich preisgünstiger sein als ihre gedruckten Pendants und als sie es derzeit sind. Zum einen, weil hier offensichtlich die Druck-, Bindungs- und weitestgehend auch die Lagerkosten wegfallen. Zum anderen, weil teilweise auch der Umweg über Verleger und ähnliche Mitverdiener wegfallen kann. Auch hier können Fachbücher eine Ausnahme sein, weil bei diesen ein Lektor vermutlich wichtiger ist.

Als kleiner Zusatz fände ich es super, wenn man beispielsweise durch die Eingabe einer ISB-Nummer eines Buches, das man bereits in gedruckter Form besitzt, die digitale Version davon kostenlos erhält. Das wäre dann ähnlich wie das Digitalisieren bereits erworbener CDs in iTunes (oder Zune/Banshee/whatever). Ein Feature, das meiner Meinung nach ein großer Nachteil von eBook-Readern im Vergleich zu MP3-Playern ist.

So, liebe Was-Auch-Immer-Industrie. Setz das mal bitte um. Danke.

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Eingeordnet unter Digitalisierung, eBooks, Gamification, MA-Arbeit, Mensa, Quatsch

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