"A man can dream though. A man can dream…"

Nachdem ich gestern schon die Mensadienstleistung für die Familie übernommen hatte, fiel mir diese Aufgabe auch heute wieder zu. Es gab auf Wunsch des Kindes Kartoffelbrei, Mischgemüse und Fischstäbchen. Und das gibt es eigentlich immer, wenn man dem Kind die Gestaltung des Essensplans überlässt. Mal abgesehen von den Tagen, an denen es Nudeln mit Tomatensoße gibt.

Ich habe heute eine Erinnerungs-Mail vom Bücherwecker bekommen. Das ist ein ziemlich praktischer Dienst, der intensive Universitätsbibliotheksnutzer wie mich vor möglichen Strafzahlungen bewahren kann, die bei zu langer Ausleihe anfallen. Man meldet sich einfach mit seiner Nutzernummer an und bekommt dann regelmäßig Infomails zum Zustand seines Ausleihkontos. Die Bibliothek versendet ihre „Bitte geben Sie uns doch die Bücher wieder und – ach ja – Sie haben Mahngebühren offen“-Mails nämlich immer erst, wenn man schon Mahngebühren bezahlen muss.
Jedenfalls las ich in dieser Mail, dass eins meiner ausgeliehenen Bücher bereits wieder von einem anderen Menschen vorgemerkt wurde, ich es also nicht verlängern kann. Und da fragte ich mich, wieso es in Zeiten der Digitalisierung denn nicht möglich ist, einfach digitale Kopien von diesen Büchern an die Studenten auszugeben. Die könnten dann beliebig viele Studenten gleichzeitig ausleihen*, die Lagerkosten halten sich in Grenzen und man könnte das sicherlich mit irgend einer Form von digitalem Wasserzeichen und einem Lizenz-Modell, wie es das ja teilweise schon bei Zeitschriften gibt, auch den an ihren antiquierten Urheberrechtsregelungen hängenden Verlagen und Verwertungsgesellschaften schmackhaft machen.
In einer idealen Welt würde die Universität noch jedem Studenten einen eBook-Reader zur Verfügung stellen, was sie sich natürlich locker leisten könnte, weil die Staaten keine Milliardengelder für die Rettung von Banken verbrennen müssten, die das Prinzip des Kapitalismus nicht richtig verstanden haben.
Ach ja! Der Titel dieses Posts ist ein Zitat aus dieser Folge Futurama. Ich erkläre hiermit übrigens alle Futurama-Folgen zum Weltkulturerbe. Jeder sollte sie gesehen haben. Sehr oft.

*Es ist natürlich klar, dass die digitalen Bücher nicht im herkömmlichen Sinn ausgeliehen und wieder zurückgegeben werden (müssen). Aber wenn man mal ehrlich ist, sind die meisten Bücher in einer Universitätsbibliothek nicht gerade kommerzielle Riesenerfolge, die durch ein solches System mit einem massiven Verkaufszahleneinbruch rechnen müssten. Der Großteil würde vermutlich von den meisten Studenten ohnehin nach dem Schreiben der entsprechenden Hausarbeit freiwillig wieder gelöscht werden (ja, ich meine dich, seltsames Quatschbuch) – um auf der Festplatte mehr Platz für illegal erworbene Musik zu haben.

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Digitalisierung, eBooks, Mensa, Wichtige Sachinformationen

2 Antworten zu “"A man can dream though. A man can dream…"

  1. Gefällt mir. Siehe auch hier: "Library 2.0 und Wissenschaftskommunikation" (v. Ben Kaden, 2009).

  2. Flo

    Hmm. Ich habe bei GoogleBooks mal ins Vorwort reingelesen – sehr grob. Klingt, als hätte der meine Idee geklaut. Ich werde eine Patent/Urheberrechts/Geschmacksmuster-Klage vorbereiten…

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