Monatsarchiv: Oktober 2011

Tagungsanmeldung

In der Mensa aß ich heute ein Parmesan-Hähnchen mit Fingermöhrchen und Reis. Wobei mir nicht ganz klar ist, wo genau in diesem panierten Stückchen Hähnchenbrust der Parmesan steckt. Ich denke mir, wenn der außen dran gekrümelt wäre, wäre er doch sicher beim Braten geschmolzen, oder? Naja, schmeckte jedenfalls sehr lecker.

In der Bibliothek las ich heute wieder ein paar Texte über die „[gay-muh-fi-kay-shuhn]“, nämlich diesen und diesen, wobei der erste sich eher in Richtung Zichermann orientiert und der andere sehr gut ist.
Außerdem habe ich mich heute für die Konferenz „Games, Life and Utopia“ am 11. November in Potsdam angemeldet. Interessanterweise eine Tagung, die zwar nur einen Nachmittag lang, dafür aber kostenlos ist. Wer also auch noch kommen möchte: Als ich mich anmeldete, waren noch 46 Karten vorhanden. Den Zug habe ich auch schon gebucht. Ich bin sehr gespannt.

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Zuhause

Heute war ich ausnahmsweise nicht an der Uni. Stattdessen schlief ich etwas länger als üblich, weil ich ausnahmsweise nicht das Kind in den Kindergarten bringen musste. Das hat nämlich die Nacht auswärts vebracht. Nach dem Schlafen habe ich angefangen, die Wohnung aufzuräumen und jetzt kümmere ich mich gerade um mögliche Weihnachtsgeschenke. Morgen geht es dann wieder in die Bibliothek.
Mittag gab es natürlich trotzdem, aber leider nicht von der Mensa, sondern seelenlosen, großindustriell hergestellten Fertigfraß.

Und da ist es: Instant-Gagh! Nein, es ist natürlich kein Gagh. In Wirklichkeit ist es die weichgekochte Minipli-Perücke von Atze Schröder. Nein, das ist natürlich ebenfalls Quatsch. In ganz echter Wirklichkeit ist es eine Doppelportion Nissin Soba – Japanische gebratene Nudeln „Classic“. Es gibt sogar eine Testtabelle aller möglichen asiatischen Nudel-Fertiggerichte hier, in der mein heutiges Essen mit einer 2- bewertet und folgendermaßen beschrieben wird:

„Empfehlenswert
leckere Nudeln, gute Soße zu den Nudeln, ein leckeres Nudelgericht“.

Dem gäbe es hinzuzufügen (neben der Tatsache, dass das Wort „Nudel“ ähnlich oft in diesem kurzen Satz vorkommt wie hier), dass ich es etwas lasch fand und dass ich sicher bin, klingonisches Wurmessen kann eigentlich nicht viel schlechter schmecken.

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Gamification-Clash

Kommen wir zuerst zum obligatorischen Mensa-Essen. Heute probierte ich mal das als „Vital-Essen“ propagierte Mahl, und bewies damit sehr viel Experimentierfreudigkeit. So mutig waren nicht viele, denn das war die einzige Essensausgabe ohne Warteschlange. Und was gab es nun? Das hier:

Nordafrikanisches Bohnen-BIO-Bulgur-Ragout mit einem Bananen-Vanille-Soja-Shake. So stand es am Schild der Essensausgabe. Und es war tatsächlich sehr lecker. Ich habe natürlich keinen Vergleich zu echtem Bulgur-Ragout, weil ich das nicht kenne und auch keine Ahnung habe, was das ist. Aber das Mittag heute hat gut geschmeckt. Sogar der komische Shake.

Nun zum Titelthema dieses Posts. Wie bereits erwähnt, habe ich mich durch den größten Teil von Gabriel Zichermanns „Gamification by Design“ gekämpft und dabei mehr als einmal gedacht, dass das ein ziemlich mieses Buch ist. Es erfüllt keinerlei wissenschaftlichen Anspruch (das muss es natürlich auch nicht, hätte aber einem Buch, das bei O’Reilly erscheint, durchaus gut zu Gesicht gestanden), propagiert ein ziemlich antiquiertes Verständnis menschlichen Verhaltens (siehe Behaviorismus und Pawlow) und preist eine teilweise ethisch ziemlich fragwürdige Ansicht und Behandlung (potenzieller) Kunden als ultimative Verkaufsstrategie.
Heute nun verbrachte ich allein zwei Stunden damit, eine Art öffentliches Streitgespräch zwischen Zichermann und Sebastian Deterding (zu dem es hier eine weitere nette Beschreibung gibt) erstmal nur zu lesen. Ich wusste von dem kleinen Meinungsaustausch der beiden zwar schon, bevor ich Zichermanns Buch durchackerte, wollte ihn aber bewusst erst nach dieser Lektüre lesen, um quasi voll informiert an die Sache heranzugehen. Das hätte ich mir sparen können. Sebastian (ich nenn ihn jetzt einfach mal beim Vornamen, weil er mir sehr sympathisch ist) hat in seinem Review zu „Gamification by Design“ eigentlich alles wichtige aus diesem Buch auch drin.
Um den Schlagabtausch kurz zusammenzufassen:

– Zichermann schreibt ein Buch (das übrigens seinem anderen Buch in diesem Themenbereich, „Game-Based Marketing„, und das ich leider auch gelesen habe, stellenweise frappierend ähnelt)
– Sebastian Detering schreibt ein sehr langes Review zu diesem Buch, das ich jedem, der auch nur ein bisschen an diesem Thema interessiert ist, wärmstens ans Herz lege. Zum einen, weil es die Fehler (von Rechtschreibfehlern bis hin zu fachlichen Fehlern) aus Zichermanns Buch beleuchtet, zum anderen, weil es gespickt ist mit hilfreichen Links und Anregungen.
– Zichermann antwortet auf den, ich nenn es jetzt mal Verriss, indem er die Rechtschreibfehler eingesteht und ansonsten das Wissenschaftsverständnis des „German PhD Student“ versucht aufzufrischen.
– Tim O’Reilly, quasi der Herausgeber des Buches, äußert sich auf Google+ etwas verwundert ob der harschen Kritik an Zichermanns Machwerk.
– Sebastian Detering antwortet erst auf O’Reilly, dann auf Zichermann. Im ersten Fall erklärt er, warum ihm am Herzen liegt, dass Zichermanns Verständnis (sprich: das der Marketing-Industrie) von Gamification nicht unwidersprochen stehen bleibt. Im zweiten Fall erklärt er Zichermann, wie Wissenschaft wirklich funktioniert.
– In der meines Wissens bisher letzten Äußerung dieses Schlagabtauschs (bitte, berichtigt mich, falls es falsch ist) lädt Zichermann schließlich Sebastian ein, eine Art Zusatzkapitel für die nächste Auflage seines Buches zu schreiben, in dem er seine Kritik anbringen solle (was die Gefahr bergen würde, dass es eine zweite Auflage dieses Buches gäbe).

Soweit der Gamification-Clash der beiden, der natürlich stellvertretend für die unterschiedlichen Ansichten zum Thema Gamification steht. Auf der einen Seite die Marketing-Sicht, die mit Hilfe einer Spielifizierung aller möglichen Dinge mit möglichst geringen Kosten möglichst viele Kunden an diese Dinge binden will. Auf der anderen Seite die Vertreter, die meinen, mit richtig eingesetzten Spielmechaniken den Menschen manches Tun leichter von der Hand gehen lassen zu können. Und dann gibt es noch Jane McGonigal. So zumindest habe ich es bisher verstanden. Berichtigungen sind willkommen.

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Schweine und Schnitzel

In der Mensa ist heute eine leichte Megalomanie ausgebrochen. Denn es gab ein XXL-Schweineschnitzel. Mit Pommes, natürlich. Und weil das Schweinefleisch offenbar so teuer war, mussten sie an Soße und Gemüse sparen. Statt dessen gab es ein Stückchen Zitrone und jeweils einen Schlag Ketchup und Mayonnaise.

Ansonsten war ich heute wieder in der Bibliothek und habe nun hoffentlich alles für mich relevante aus „Gamification by Design“ gelesen. Ich werde morgen mal versuchen, ein paar etwas ausgefeiltere Gedanken zu diesem Buch aufzuschreiben, momentan fehlt mir dazu die Zeit. Heute nur wieder mal ein kleines Stück Text daraus: 

„The client made a type of financial marketplace software connecting investors and deals. They had assigned a value to animals like bulls, bears, sharks, whales and pigs — all common terms in the finance industry. So  when developing a gamified experience for that demographic, they used those animals in the leveling system. Imagine attempting to engage a 50-year-old investment banker with an adorable pig avatar; it’s probably not going to work“ (S. 50).

Ich fand es nur lustig, weil angesichts der derzeitigen Beliebtheitswerte von Investmentbankern – oder Bankstern, wie man mitunter liest – eine Bezeichnung als „Hai“ oder besonders „Schwein“ vielleicht doch nicht mehr so abwegig ist.

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The Mensa strikes back

Und wie! Mir wurde heute ein Gericht vorgesetzt, das aus einer chinesischen Gemüseschnitte, Gemüseglasnudeln und Currysoße bestand. Und nicht etwa irgend eine leckere Currysoße. Nein, Currysoße mit Ananas. Wer jemals auf die unglaublich schlechte Idee gekommen ist, eine Ananas zu kochen, zu backen, zu braten oder in sonst irgend einer Form zu erhitzen und das dann anderen Personen zum Essen zu geben, dem gehört meiner Meinung nach sowieso die Daseinsberechtigung als Mensch entzogen.

Aber nun habe ich genug rumgemault, ich habe es mir ja schließlich selbst eingebrockt. Immerhin war die Beilage lecker, aber bei Schokoladenpudding kann man auch nicht viel falsch machen.

Und als Ausgleich zu meinem widerlichen Essen gab es heute außerdem etwas ganz besonderes zu trinken, das ich zuvor auf der Post abholen musste. Es wurde mir nämlich aus dem Ausland zugesandt – Club-Mate Cola! Ich bin eigentlich kein Freund von Club Mate. Zum einen, weil es mir nicht besonders gut schmeckt und zum anderen, weil ich bereits zahlreiche Freunde und Bekannte in die Abhängigkeit habe fallen sehen. Diese Mate-Cola war allerdings ziemlich lecker. Ich werde mal die Augen offen halten, ob es dafür auch einen lokalen Dealer gibt. In jedem Falle auf diesem Weg vielen Dank an den freundlichen Spender!

Ich lese ja momentan für meine MA-Arbeit unter anderem das Buch „Gamification by Design„, wie ich früher bereits einmal erwähnte und bei dieser Gelegenheit gleich meine Abneigung dazu bekundete. Heute habe ich darin eine herrliche Textstelle gefunden: 

„Your player is on his own journey. You must make it your goal to help pave and structure that journey. To obtain long-term, enduring loyalty and connection from your players, you must guide them up the mountain. You don’t need to be the mountain and you don’t need to create it. You simply need to lead them up. Be their Sherpa. Give them the status, access, power, and tools to get them where they need to go. Do it right and they’ll be yours forever“ (S. 33).

Mal davon abgesehen, dass ich schon lange jeden wissenschaftlichen Anspruch, den ich an dieses Buch ursprünglich hatte, über Bord geworfen habe und dafür mit Gleichnissen von Bergen und Sherpas belohnt werde, wie nur Marketing-Heinis sie ohne Brechkrämpfe schreiben können, möchte ich kurz auf die letzten Sätze das Zitats hinweisen. Ich habe mich dabei gefragt, für wen die Autoren dieses Buch eigentlich geschrieben haben. Und dann fiel es mir ein: Sauron!
 One Ring to rule them all, One Ring to find them,
One Ring to bring them all and in the darkness bind them.
Ersetze „Ring“ mit „gamified Application“ und fertig ist die Grundaussage dieses Buches. Aber ich will ja nicht zu früh urteilen, immerhin liegt noch das halbe Buch vor mir. Ich freue mich schon darauf.

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Ćevapčići und Diablo 3

Es ist Wochenende, da hat die Mensa natürlich geschlossen. Da ich aber in dieser Woche ohnehin nicht in der Mensa war und es mittlerweile schon so eine Art Gewohnheit geworden ist, meine Mahlzeiten vor dem Essen mit meinem Handy zu fotografieren, gibt es hier aus Gründen der Vollständigkeit nun ein Bild von unserem heutigen Mittag.

Es handelt sich dabei, wie der Titel des Posts vielleicht schon erahnen lässt, um Ćevapčići mit Reis und einem Paprika-Zwiebel-Gemüse. Oder, wie meine Freundin es nannte: Mettfinger.


Heute vor 200 Jahren ist übrigens Franz Liszt geboren, was – wenn man Deutschlandradio Kultur glauben darf (ja, heute wurden wir ausnahmsweise von MDR Sputnik verschont) – in Weimar ganz groß begangen wird. Ich habe ja leider von klassischer Musik nur sehr rudimentäre Kenntnisse und könnte jetzt so aus dem Stegreif gar keine berühmten Stücke von Herrn Liszt nennen. Man kann sich aber beispielsweise hier etwas bilden und sogar freie Liszt-Musik anhören.


Ich habe übrigens nicht so viel Ahnung von angestaubter Musik, weil ich meine Zeit lieber mit verdummenden digitalen Spielen verschwende. So freue ich mich beispielsweise auch schon ziemlich auf Diablo 3, das ich, sobald es erscheint, mit meinem Bruder hoffe spielen zu können. Und um diese Vorfreude noch etwas zu schüren, hier ein schönes Rendertrailer zum Spiel.



Ich finde ja die Render-Filme von Blizzard-Spielen immer ziemlich beeindruckend. Die sehen teilweise besser aus als mancher animierte Kinofilm – speziell die aus deutschen Landen. Den Trailer habe ich übrigens von der GameStar-Webseite, wo man ihn auch noch mal in hübsch angucken kann, sollte das hochladen hier nicht geklappt haben.

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Judgement Day

Skynet übernimmt die Kontrolle über unsere vernetzte Technik. Und es will, dass wir MDR Sputnik hören. Dieser Eindruck drängt sich zumindest seit gestern auf, wenn man das digitale Radio in der hiesigen Küche einschaltet. Dann hört man nämlich entweder gar nichts, oder eben MDR Sputnik. Unabhängig davon, welchen Sender man ursprünglich eingestellt hat.
Deshalb haben wir, solange der Herd noch gehorcht und bevor die Maschinen nun endgültig ihre Gewaltherrschaft über die Erde etablieren, noch einmal ein leckeres Essen selbstgekocht. Es gab Nudeln mit einer Lauch-Schinken-Beilage-Melange. Sehr lecker! Das Rezept dafür gibt es irgendwo im Internet, konkreter kann vielleicht der eigentliche Koch werden…

Für meine MA-Arbeit lese ich gerade das Buch „Gamification by Design“ von Gabriel Zichermann und Christopher Cunningham. Es ist ein schreckliches Buch, aber darauf werde ich in einem späteren Blogpost mal eingehen. Heute möchte ich ein bisschen zu einem anderen Thema jammern: digitale Bücher. Ich lese das Buch in seiner digitalen Form auf meinem Laptop. Und normalerweise bin ich ein großer Freund der Möglichkeiten, die eBooks bieten können. Aber 210 Seiten auf einem Notebook-Display zu lesen, ist ziemlich anstrengend. Blöderweise hat mich der eBook-Reader, der mir mal zu Testzwecken zur Verfügung stand (es war glaube der PRS-505 von Sony), auch nicht überzeugt. Deshalb hier ein paar kleine Anregungen, die mir bei der Digitalisierung von Büchern noch fehlen, bevor ich es richtig toll finde:

Es sollte ein einheitliches Format für eBooks geben, damit sie unabhängig von Dateiformat, sei es *.pdf, *.epub oder sonstewas, auf jedem Display gleich aussehen. Ich hatte zum Beispiel das Problem, dass die *.pdf-Texte aus meinem Studium auf dem Display meines Readers oft völlig zerpflückt und zerstückelt aussahen und sehr schlecht lesbar waren.

Man sollte auf den E Ink-Displays ähnlich wie etwa auf dem iPad Anmerkungen und Hervorhebungen im Text machen können und im Idealfall auch Verknüpfungen zu anderen Textstellen hinzufügen können (wozu sind die Bücher schließlich digital?) Das ist bei Belletristik vielleicht nicht so wichtig, bei Sach- und Fachbüchern jedoch unerlässlich.

Digitale Bücher sollten wesentlich preisgünstiger sein als ihre gedruckten Pendants und als sie es derzeit sind. Zum einen, weil hier offensichtlich die Druck-, Bindungs- und weitestgehend auch die Lagerkosten wegfallen. Zum anderen, weil teilweise auch der Umweg über Verleger und ähnliche Mitverdiener wegfallen kann. Auch hier können Fachbücher eine Ausnahme sein, weil bei diesen ein Lektor vermutlich wichtiger ist.

Als kleiner Zusatz fände ich es super, wenn man beispielsweise durch die Eingabe einer ISB-Nummer eines Buches, das man bereits in gedruckter Form besitzt, die digitale Version davon kostenlos erhält. Das wäre dann ähnlich wie das Digitalisieren bereits erworbener CDs in iTunes (oder Zune/Banshee/whatever). Ein Feature, das meiner Meinung nach ein großer Nachteil von eBook-Readern im Vergleich zu MP3-Playern ist.

So, liebe Was-Auch-Immer-Industrie. Setz das mal bitte um. Danke.

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