Buddhismus im Alltag…

*Ommmm*

Moin!

So, jetzt aber schnell schreiben, solange die Eindrücke noch frisch sind.

Wie vorhin in dem Comment schon geschrieben, war ich also heute zum ersten Mal im Leben eine Sommer-Uni-Veranstaltung nutzen. Sie hiess „Buddhismus im Alltag“, und ich war nur dort, weil MaDDin unbedingt wissen wollte, was das nun sei. Leider konnte er nicht selber hingehen und das in Erfahrung bringen, weil er heim fahren…musste.

Angefangen hat das Ganze laut Plan um 17.00 Uhr. Ich war wie immer ein bisschen früher da, war aber dummerweise der einzige. Und hätten in dem Raum nicht zwei riesige Bilder von irgend einem buddhistischen Typen (wie ich später erfuhr: der Karmapa) gestanden, wär ich auch wieder gegangen.

So hab ich nun also gewartet, bis dann irgendwann die Masse von 6 Menschen in dem Raum saßen und sich angeschwiegen haben. War eine der geilsten Athmosphären, die es in einem Raum geben kann, und ich musste mich übel zusammen reißen, um nicht loslachen zu müssen.

Naja, so um viertel 6 kamen dann noch 4 Leute UND auch der Mensch, der dann schliesslich den Vortrag gehalten hat. Wir waren also insgesamt 10 Leute + Redner. Meinem Gefühl nach waren 8 Leute davon Mitglied im Koblenzer Buddhismus-Zentrum, einer war Pädagogik-Student und einer war ich.

Erzählt hat er dann erst von Buddha und wie er überhaupt auf seine super Lehren gekommen ist. Dabei viel mir auf, dass der Kerl ein echter Supermann gewesen sein muss: Gutaussehend, athletisch, gebildet, ne Kanone im Bett UND nebenbei noch Erbe einer Königreiches. Aus irgendwelchen mir völlig unerfindlichen Gründen ist er dann aber trotzdem mal aus seinem Palast raus und hat dabei die drei furchtbar schlimmen Dinge Alter, Krankheit und Tod gesehen und ihm ist aufgefallen, dass ihm sein ganzes Wissen und so nicht weiterhilft, wenn es um dieses Leiden geht. Und da hat er dann einen Weg gesucht, dieses Leiden zu vermeiden.

Die Lösung dafür hat er dann schliesslich nicht in irgendwelchen hoch erhobenen Gottheiten gefunden (das wollte er nicht; dieser Part hat mir gefallen), sondern in sich selbst. Zuvor hat er allerdings noch böse gehungert, hat ihm aber ausser viel zu weiten Hosen und Problemen beim Im-Fluss-Schwimmen nicht viel gebracht.

Naja, an dieser Stelle wurde der Vortrag dann ziemlich esotherisch und spirituell. Es ging um 3 Wege zur Erleuchtung für unterschiedliche Menschen-Typen. Den Kleinen Weg, den Großen Weg und den Diamantweg.

Quintessenz des ganzen: Wir alle können zum Buddha werden, wenn wir es wollen, und wir alle sind für die Leiden in unserer Zukunft verantwortlich (wir sähen täglich die Samen für unsere Zukunft…oder so). Und mit Zukunft sind auch spätere Leben gemeint. Deshalb ist es wichtig, alles Leben zu schätzen und schützen, großzügig zu sein und halt überhaupt ein ganz toller Mensch. Das bringt nämlich alles Eindrücke von Glück (guuuutes Karma) und das wiederum verringert das Leiden in der Zukunft.

So oder so ähnlich läuft der Laden beim Buddhismus.

Er hat dann noch ein bisschen was mehr erzählt über diverse Lehrer und tibetanische Geschichte.

Am lustigsten fand ich die Tatsache, dass diese berühmte Buddha-Figur (dick, rumsitzend, schlitzäugig, grinsend) wahrscheinlich gar nicht Buddha ist, sondern sein Koch. Der hat’s geschafft find ich. Nichts geleistet und trotzdem berühmt…;) Fast wie der Küblböcksche…

Am Ende (nach fast 2 Stunden Vortrag) haben wir dann noch meditiert. War wieder ziemlich witzig. Im Grunde sitzt man einfach nur aufrecht da, atmet ruhig und macht die Augen zu. Und wenn man dabei nicht einschläft ist man gut.

Nebenbei hat der Chef-Buddhist noch mit enorm beruhigender Stimme aus irgend so nem Meditationsbuch vorgelesen und ab und zu mal haben alle „Ommm“ und „Aaaahhh“ und dann noch irgend ein Wort gesagt, das ich mir aber nicht merken konnte.

Lustig wars wieder, als während der ‚Meditation‘ (ich sass einfach nur mit geschlossenen Augen rum) eine Totenstille herrschte, und auf einmal jemand kräftig niesen musste. Da war ich auch wieder kurz vorm Loslachen.

Naja, irgendwann war das Ganze dann vorbei und ich konnte heim. Beinahe wär ich auch noch ins Sommer-Uni-Kino gegangen, aber da dort nur Filme kamen die ich schon auf DVD hab und ich ausserdem schon fast 10 Stunden am Stück rumgesessen hatte, hab ich das dann doch nicht gemacht.

So, jetzt hab ich tierischen Hunger und werde schnell mal MaDDins altes Brot vernichten…

Ach, wer noch mehr zu diesem Buddhismus-Kram wissen will:

Hier

oder hier

gibt’s bestimmt was. Und ein Buch wurde auch noch empfohlen: „Wie die Dinge sind“ von Ole Nydahl.

Alle Angaben sind ohne Gewähr…;)

Also, schönen Abend noch!

MfG, der .

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