Arbeit.

Moin!

Heute ist mal richtig was passiert! Anfangs sah es allerdings nicht danach aus…mein Bruder musste also wieder zur Schule (das hab ich jedenfalls so im Halbschlaf noch mitgekriegt) und ich bin dann kurz vorm Mittag auch aufgestanden. Ab da dümpelte der Tag eigentlich nur vor sich hin, wie halt alle Ferientage. Bis, ja bis zu einem Anruf! Meine Zeitarbeitsfirma-Chefin rief an und sagte, sie hätte nen Job in einem Lagerhaus für mich. Ich hab mich…naja…mit gewissen Einschränkungen auch gefreut, immerhin gibts so was zu verdienen.

Eine viertel Stunde später rief sie allerdings nochmal an: Doch kein Lageristenjob. Ich soll jetzt so ne Art Handlanger eines Kochs sein. Das fand ich ja schon viel interessanter! Um aber diese Sache machen zu können, musste ich ganz schnell nach Erfurt zum Gesundheitsamt und mir nen Gesundheitspass holen.Hab da ja schon die wildesten Sachen befürchtet…diverse Proben aller möglichen Körperausscheidungen, demütigende Untersuchungsrituale („Hust’n ’se mal…“) oder sonst was für menschenrechtsverletzende Operationen. Aber Pustekuchen! Ich musste mir nen Zettel durchlesen über Infektionskrankheiten, 26 Euro löhnen und Verständnis bezüglich des Zettelinhalts heucheln, und schon hatte ich den Lappen in der Hand. Nebenbei möchte ich noch erwähnen, dass die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes in Ef durchweg alle sehr freundlich waren und auf keinen Fall Beamte sein können!

Dann bin ich zu meiner Firma und hab mir genauere Instruktionen geholt…und die 26 Euro auch. Ich werde also morgen um 5 Minuten vor halb SECHS hier an einem geheimen Treffpunkt von meinem Chefkoch abgeholt und soll möglichst ein weisses T-Shirt anziehen. Wahrscheinlich, damit die Blutspritzer der frisch geschlachteten Hunde und Tauben noch martialischer aussehen…*muha*

Als ich das alles erledigt hatte, bat ich meinen Vater mich wieder abzuholen. Und während ich also ganz friedlich am Hintereingang von C&A stand, hatte ich plötzlich eine schreckliche Begegnung der 4. Art. Wie aus dem Nichts kam auf einmal eine grinsende alte Frau auf mich zugewankt, trat ganz nah an mich heran und sagte die 6 grausamsten Worte, die man mir vor einem C&A sagen kann: „Hallo! Wir sind als Christen unterwegs…“

Nachdem ich den ersten Schock verdaut hatte, brummte ich ein „Nein“ und machte ihr mit einem Augenverdrehen und einem grimmigen Gesicht unmissverständlich klar, dass sie heute mal lieber nicht mit mir über ihre Sekte reden will. Darauf meinte sie: „Nicht interessant?“ und ich wiederholte meine Reaktion. In einem letzten Akt der Verzweiflung versuchte sie es schliesslich mit Bestechung: „Dürfen wir Ihnen ein Päckchen mitgeben?“. Da ich darin weder Drogen noch Geld vermutete, sondern wieder nur eine dünnseitige Klolektüre wie das Neue Testament, grummelte ich zum dritten Mal das „Nein“, sie wünschte mir immernoch grinsend und säuselnd einen wunderbaren Tag und schlich davon, wohl auf der Suche nach einem neuen Opfer.

Ich jedenfalls war überglücklich, als endlich mein Chauffeur eintraf und ärgerte mich im Nachhinein nur darüber, dass ich heute nicht mein T-Shirt mit der Aufschrift „Mephisto“ angezogen hatte.

Better luck next time…

MfG, der .

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